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DAPAYK & PADBERG - Smoke

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Artist DAPAYK & PADBERG
Title Smoke
Homepage DAPAYK & PADBERG
Label MO’S FERRY
Leserbewertung
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1.7/10 (3 Bewertungen)

Aha, Frau Padberg macht also auch Musik. Sogar schon länger. Gemeinsam mit dem Göttergatten Niklas Worgt, der sich in diesem Zusammenhang allerdings DAPAYK nennt, fabriziert das Model bereits seit 2005 elektronische Club-Mucke. Drei Alben sind bereits erschienen, denen jetzt die vierte DAPAYK & PADBERG-Veröffentlichung auf dem familieneigenen Label Mo’s Ferry folgt. Gleichzeitig verabschiedet sich das Duo zumindest für den Moment von den Dancefloors der Republik und wendet sich mit Elementen aus Dubstep, Songwriting und Pop düster-beklemmenden und atmosphärischen Pfaden zu – spricht der Waschzettel des Promoters.

Um diese Klanglandschaften hinzubekommen, zog man sich in die Provence und das schottische Hochland zurück und bannte schließlich 14 Songs auf einen Silberling. Bisweilen leiht die gute Eva den Stücken ihre fragile Stimme. Etwa beim Opener „Drowing Inside You“, der den dezenten Reigen verhalten-pumpend beginnen lässt. Auch das flirrende „Layers“ schließt sich wie das morbide „Headless Queen“ (Maria Stuart lässt grüßen) mit dahin gehauchten Vocals an, ehe „Pavements“ oder auch „Ingwer“ mit instrumentalen Klangspielereien aus der Elektronikkiste daherkommen. Mit dem unterkühlten Titeltrack „Smoke“ versuchen sich die Eheleute als Gesangspartner, vermögen in meinem Ohr allerdings nicht viel mehr als eine Prise gepflegter Langeweile zu hinterlassen. In diesem Sinne geht es dann auch weiter: der Sound wabert nicht unbedingt uninspiriert, aber doch wenig griffig aus den Boxen und macht sich damit vermutlich in den angesagten Bars der Hauptstadt sogar äußerst gut. Zumindest wenn es darum geht, eine unaufdringliche Form der Beschallung zu finden.

Ich assoziiere mit „Smoke“ zweifellos eine Menge Rauch – allerdings um nichts bzw. nicht wirklich viel. Die angekündigte dunkle Energie wollte sich in meinem Wohnzimmer nicht so wirklich einstellen; vielleicht stimmten das Umfeld und die Vibrations aber auch einfach nicht. Die Dichte an Reichen und Schönen ist bei mir einfach unterdurchschnittlich, das passt wahrscheinlich schlicht und ergreifend nicht zu DAPAYK & PADBERG.

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