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DARK AGES - Twilight of Europe

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Artist DARK AGES
Title Twilight of Europe
Homepage DARK AGES
Label SUPERNAL MUSIC
Leserbewertung
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Hell yeah, “Total Kulturpessimismus” (wahrscheinlich auf englisch zu lesen) vom HATE FOREST-Multiinstrumentalisten Roman Saenko. Mit DARK AGES tobt sich der Schwarzheimer im dunklen Keyboardambient aus. Mal ehrlich: Ich war bis dato immer der Meinung, mit MORTIIS wäre schon alles in diesem Bereich gesagt worden. Er setzte die Standards und produzierte, sicherlich unbewußt, eine Flut an Epigonen. DARK AGES wissen indes durchaus zu überzeugen. Obwohl auf der kompletten CD nur Keyboards zum Einsatz kommen, ist immer sowohl für diese gewisse unheimliche Stimmung als auch musikalische Abwechslung gesorgt. Den berühmten Vorwurf, von Metallern fabrizierter Ambient käme meistens nur dadurch zustande, daß schwer alkoholisierte Schwarzmetaller schlicht über ihrem Keyboard eingeschlafen seien und versehentlich das Ganze per Kassettenspieler aufgenommen hätten, muss sich Herr Saenko also nicht gefallen lassen. Nein, hier hört man fundiertes musikalisches Können heraus, ich tippe mal, die Götter seien mir gnädig, auf eine Ausbildung als Kirchenmusiker.

Kirche ist dann auch ein gutes Stichwort: Sakral und mittelalterlich geht es auf „Twilight of Europe“ zu. DARK AGES entführen uns in das dunkelste Kapitel unserer Geschichte, ein Gros der Lieder beschäftigt sich mit Hexenverbrennungen, dem Schicksal der Templer und Zaubererkulten. Fast folgerichtig zieren dann auch neben Titelblättern frühneuzeitlicher Hetz- und Verteidigungsschriften über das Hexentum Gemälde im Stil von Hieronymus Bosch oder Pieter Bruegel dem Älteren (fragt mich nicht, ich bin kein Kunsthistoriker) die äußere Gestaltung der Scheibe. Trotz einiger Ausfälle („Dungeons“) ein gelungenes Werk.

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