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DARK DIAMONDS - Demo 2007

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Artist DARK DIAMONDS
Title Demo 2007
Homepage DARK DIAMONDS
Label GODTOOLS/ EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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8.5/10 (6 Bewertungen)

Die „dunklen Diamanten“ kommen aus Nackenheim, und sie machen Düsterrock, der sehr an die „alte Schule“ des Gothic gemahnt. Laut Myspace-Seite haben sie eine Tour auf den kanarischen Inseln gemacht und wollen zudem die Weltherrschaft übernehmen. Ah, ja… Ich habe hier eine Demo-Platte der DARK DIAMONDS vorliegen, auf der leider das Stück „Erblich“, das im Zusammenhang mit DD oft genannt wird, nicht enthalten ist. Schauen wir also mal, was wir hier haben.

„Instinkt“, das erste Stück beginnt überaus vielversprechend: Der Synthie fängt mit einer simplen, aber hübschen Line die Aufmerksamkeit des Zuhörers, die Gitarren geben Volumen, die Drums feuern los… und dann kommt der Gesang. Der ist klar und unverzerrt. Leider ist der Text wirklich sehr krude geschrieben, so das man sich wünscht, der Sänger würde growlen oder schreien, oder wenigstens englisch singen… Wer sich daran nicht stört, hat hier aber ein Stück netten, clubtauglichen Düsterrock. „Schwarze Seele“ besitzt die selben Stärken wie der Opener. Das Keyboard legt einen wirklich schönen Klangteppich aus. Abgeschlossen wird das Stück mit einer an GOETHES ERBEN erinnernde gesprochenen Passage. Der Text ist zwar sehr klischeebehaftet, aber deutlich weniger störend als bei „Instinkt“. Der weibliche Gesang wird übrigens von Manja Gueckel beigesteuert, die schon bei ADVERSUS intoniert hat, und seit kurzem auch bei WELTENBRAND aktiv ist. „Das Kollektiv“ erinnert stark an die Neue Deutsche Welle, ich musste mehrmals mit einem Schmunzeln an KODO denken… Der Text ist hier am ansprechendsten, handelt er doch von dem Verhältnis in dem Individuum und Kollektiv zu einander stehen. Und die verwendeten Samples zeugen von einem gesunden Schuss Selbstironie. „Der Tanz“ schließlich ist ein sehr ruhiges, fast getragenes Stück, für das man sich die Stimme von Tatjana Hernandez sichern konnte. Die bestreitet, wie üblich bei DD üblich, den Refrain, und klingt dabei ein wenig wie Tarja Turuunen. Mit sehr reduzierter Instrumentierung ist dies ein gelungenes Outro, das zum Träumen einlädt, aber auch zum Einschlafen bringen kann.

Ich persönlich kann mit DARK DIAMONDS nicht so viel anfangen, wer jedoch immer mal wieder UMBRA ET IMAGO oder GOETHES ERBEN im Player hat, der sollte der Formation, die bald ihr reguläres Debüt „Das Gift“ vorlegen will, ruhig ein Ohr schenken, denn schlecht ist die Musik nicht. Die Platte ist auch gut abgemischt, ich hätte mir aber etwas mehr Druck auf den Gitarren gewünscht.

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