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DARK FORTRESS - Eidolon

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Artist DARK FORTRESS
Title Eidolon
Homepage DARK FORTRESS
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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7.8/10 (5 Bewertungen)

Hart haben sich DARK FORTRESS ihre Position an der Spitze der deutschen, wenn nicht gar internationalen, Black Metal-Szene erkämpft. Mit „Stabwounds“ und „Séance“ hat man sich für ewig in die Liste der stärksten Schwarzkittel-Releases eingebrannt und die Erwartungen an „Eidolon“ fielen daher natürlich umso höher aus. Besonders gespannt war man darauf, wie die Band den Verlust ihres charismatischen Fronters Azaztoth wegstecken würde. Doch mit Morean, der schon bei „Séance“ als Gast aktiv war, hat man einen mehr als gleichwertigen Nachfolger in die Band holen können.

Und gleich mit dem Opener „The Silver Gate“ machen DARK FORTRESS klar, dass sie die gestellten Erwartungen eindrucksvoll plattwalzen werden. Wuchtige Midtempo-Riffwände, getragene Leads, walzende Drums und Vocals, die sich bis ins Mark grummeln, lassen keinen Zweifel, dass hier etwas „Großes“ gelungen ist. Und wenn sich im Mittelteil die Spannung langsam aufbaut, einen die Synth-Teppiche ins Delirium bringen… dann gibt Shouter Morean den Startschuss und die infernale Black Metal-Hölle wird von der Kette gelassen. Ganz großes Kino! Noch größeres kommt dann allerdings mit „Baphomet“ auf uns zu. Dieser Song pumpt sich so grandios nach vorne, brilliert durch ein mega-Black ’N’ Roll-Feeling und dürfte alleine mit dem genialen Einstieg mit den sich aufbauenden Riffs und dem Angriff von Morean das gesammte Areal auf dem anstehenden Summer Breeze zum Ausrasten bringen! Der Gastauftritt von CELTIC FROST – Legende Tom Warrior beim atmosphärischen Ende des Tracks macht einen dann einfach nur noch sprachlos… Was ein Knaller! Doch mit dem anschließenden „The Unflesh“ zeigen DARK FORTRESS, dass sie auch anders können. So ballert dieser Song mit urtümlichen Blastbeats und bitterbösen Riffattacken nach vorne und macht eindrucksvoll alles platt, was ihm in den Weg kommen mag… stark! Doch auch hier dürfen die atmosphärischen Einschübe mit wuchtigen Hackriffs, versierten Soli und düsteren Keys nicht fehlen und machen wieder einmal imposant deutlich, welch ein Gespür diese Band doch für Dramatik und Dunkelheit besitzt. Und so könnte man jeden Song von „Eidolon“ anführen und es wäre ein Highlight nach dem anderen. Sei es das klassisch Black-orientierte „No longer Human“, das thrashende „Edge of Night“ (mit ein weiteres Mal brillianten Vocals von Morean) oder das beinah als episch zu bezeichende abschließende Meisterwerk „Antiversum“, welches sich mit seinen hypnotischen Gitarrensounds und den besonders inbrünstig growlenden Vocals erbarmungslos in die Hirnwindungen frisst!

Das wohl stärkste, härteste, atmosphärischste, fieseste, böseste, tiefgehenste… ach was, einfach vollkommenste Black Metal-Album für und seit eine(r) lange Zeit…

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