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DARK FORTRESS - Stab Wounds

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DARK FORTRESS
Title Stab Wounds
Homepage DARK FORTRESS
Label BLACK ATTAKK
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.6/10 (5 Bewertungen)

DARK FORTRESS ließen schon mit ihrem Debüt “Tales From Eternal Dusk” erahnen, dass sie zu den ganz Großen in Deutschland gehören könnten. Das war 2001 und auf dem amerikanischen Red Stream Label, was mich nur so lange verwunderte, bis ich die Qualitäten der 11 Songs erkannt hatte. Zu meiner Schande gestehe ich, dass ich das Zweitwerk „Profane Genocidal Creations“ (mag da jemand DIMMU BORGIR?) nicht kenne, aber rein ins Gewühl und an die wegweisende dritte Scheibe, die man – mittlerweile bei Black Attakk unter Vertrag – mit einem leicht veränderten Line Up (gegenüber dem Erstling) aufgenommen hat. 69 Minuten zeigt der Player an, und die Suche nach einer abendfüllenden Pause vor einem etwaigen Hidden Track bleibt erfolglos. Soll bedeuten: Die Stücke besitzen zum Teil epische Länge, was ihnen nicht zum Nachteil gereicht.

Auf TFED huldigten die Landshuter noch in besonderer Art und Weise den demnächst wiederkehrenden DISSECTION, ohne das man auch nur annähernd von einem Plagiat sprechen konnte. Mittlerweile ist man aber variabler geworden, und – siehe die Spielzeit – ein gutes Stück epischer. Die ersten drei Tracks bieten exemplarisch bereits alle Elemente des spielfreudigen Quintetts auf: Schnelle aber melodische DISSECTION/ UNANIMATED-Parts im Wechsel mit langsamen Passagen, die nicht selten an den Black Metal der Frühzeit erinnern und teilweise sogar bewusst simpel gehalten werden. Dazu scheut man auch nicht vor Spoken Words-Passagen oder Keyboards zurück, die z.B. das Titelstück zum Klassiker werden lassen. Über den meisten Songs weht ein Hauch von Schwermut, was auch bestens mit der sehr gelungenen Coverversion korreliert. „Endtime“ stammt im Original von der KATATIONA-Scheibe „Brave Murder Day“, der letzten „harten“ Veröffentlichung der Schweden. Eine gelungene und sehr geschmackvolle Wahl! Mit Travis Smith hat man im übrigen auch den „Stammzeichner“ der Skandinavier für das atmosphärische Cover gewinnen können. Ein weiteres Trademark sind die dann und wann eingesetzten Samples, sollte ich mit irren oder stammt die „Psycho-Passage“ nicht aus einem Bayern-Tatort mit Oliver Hasenfratz?! Besonders möchte ich auch noch auf den vorletzten Song „Sleep!“ hinweisen, der mit seinem psychedelischen Aufbau ein wenig an ANATHEMA erinnert und einen weiteren Beweis für den Facettenreichtum von DARK FORTRESS liefert.

Diese Veröffentlichung gehört jetzt schon zum besten, was 2004 aus Deutschland in der Extrem Metal-Sparte zu hören sein wird. Aggressivität in perfekter Balance mit Schwermut, Melodie und Tradition. Rau produziert und absolut authentisch: Ein Leckerbissen für Fans in der Schnittmenge von Death und Black, die nicht nur totales Gebolze hören wollen!

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