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DARK FORTRESS - Venereal Dawn

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Artist DARK FORTRESS
Title Venereal Dawn
Homepage DARK FORTRESS
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Mit „Venereal Dawn“ veröffentlicht die Landshuter Melodic Black Metal-Institution DARK FORTRESS ihr mittlerweile siebtes Album. Nach „Ylem“ ließen sich die Herrschaften vier Jahre Zeit, um neues Material zu schreiben und produzieren. DARK FORTRESS polarisierten die Szene bereits mit ihren Vorgängeralben, weil beispielsweise „Séance“ durchaus einen Bruch mit traditionellen Genre-Werten darstellte. Die Band bleibt 2014 ihrem innovativen Stil treu und experimentiert auch auf „Venereal Dawn“ mit verschiedenen Stimmungen, die meiner Meinung nach auch sehr progressive Elemente mit einbeziehen.

Der Opener und gleichzeitig Titeltrack des aktuellen Silberlings kommt mit stattlichen elf Minuten daher und zeichnet in gewisser Weise die Reise vor, die auch auf dem Rest des Albums weiter verfolgt wird: düstere, atmosphärische Riffs, angesiedelt zwischen Blastbeats und progressiven Solo-Gitarren. Wer bei Black Metal innovativen Ideen nicht abgeneigt ist, wird an diesem Song sicherlich seine Freude haben. Und auch der Rest der Tracklist ist in meinen Ohren durchaus hörenswert. Immer wieder nutzen DARK FORTRESS gewohnte Melodielinien, ohne sich jedoch selbst zu kopieren. Dabei werden „Mid-Tempo-Songs“ wie „Chrysalis“ oder „The Deep“ abwechslungsreich von schnellen Sachen à la „I Am The Jigsaw Of A Mad God“ oder „Odem“ eingerahmt. Bei einigen Sachen bin ich gespannt, ob diese live überzeugen können oder ob sich die Band eher auf die schnellen Lieder der Scheibe einschießen wird. Abschließend muss ich noch den zweiten Track der Scheibe ansprechen – ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber bei den ersten gut 75 Sekunden von „Lloigor“ muss ich spontan an die Prog-Metaller OPETH denken. Diese Melodielinie könnte auch sehr gut aus der Feder von Mikael Åkerfeldt stammen. Trotz aller Ähnlichkeit schaffen es DARK FORTRESS aber, die Melodie in ihren eigenen Stil zu überführen und einen grandiosen Song zu schaffen.

„Venereal Dawn“ ist ein sehr vielschichtiges Album geworden, das sicherlich auch einige Kritiker auf den Plan rufen wird. Die Scheibe verfügt bei den ersten zwei oder drei Durchgängen über keine wirklich klare Struktur, manche Songs wirken „seltsam“ platziert. Trotzdem hat mich das Teil derart gefesselt, dass ich es immer und immer wieder anhören musste und mittlerweile für außerordentlich gelungen halte.

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