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DARK FORTRESS - Ylem

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DARK FORTRESS
Title Ylem
Homepage DARK FORTRESS
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Hatte ich bereits den Vorgänger über alle Maßen gelobt, sollte gleich mal festgehalten werden, dass immer noch eine Steigerung möglich ist. Und dennoch habe ich nicht unbedingt damit gerechnet, dass man ein Meisterwerk wie „Eidolon“ noch toppen könnte. Aber DARK FORTRESS schaffen dies mit einer Präzision und einer Wucht, die eine wirklich große Band ausmachen.

Schon der eröffnende Titelsong beweist die große Stärke der deutschen Black Metaller. So schaffen sie es herausragend, brutale Härte mit drückenden Grooves und düsterster Atmosphäre zu verbinden. Und das Ergebnis fesselt einen nicht nur beim Opener, sondern gleich über Albumlänge. Da ist z.B. „When the World kneels over“, ein dunkles Biest, das sich schleichend, mit bedrohlichen Melodien und eindringlichen Vocals hinter einem aufbaut, dann die wahre Größe offenbart und einen schließlich mit einer alles erdrückenden Macht wahrlich erstarren lässt. Diese Macht entlädt sich dann vollends bei „Osiris“, ein Track, der mittels einfachem, direktem und gerade deswegen so wirkungsvollem Mosh-Stakkatoriffing auftrumpft und mit einer gewissen Eingängigkeit das Potenzial zum Hit besitzt! Gehen die ersten 6 Songs recht düster, melodisch und erdrückend zu Werke, donnern dann mit „Satan Bled“ und „Nemesis“ zwei direktere Black Metal-Kracher durchs Gebälk und reissen einen förmlich aus der schwarzen Dimension der bisherigen Songs. Aber auch hier werden düstere Atmosphäre und Eingängigkeit nicht vernachlässigt. „The Valley“ kennt man ja bereits von Myspace und auch der Live-Tour mit SATYRICON und so kann man hier nur konstatieren: Großes Kino. Dieses Auf und Ab an Emotionen, die schwarze Atmosphäre, die packenden Melodien, walzenden Riffs und die mitreissenden Vocals…. Klasse! Besonders hier hört man deutlich den Einfluss, den die Arbeit von Gitarrist/ Produzent V. Santura mit Tom „Warrior“ Gabriel Fischer und dessen Bands CELTIC FROST bzw. TRIPTYKON mit sich bringt. Zum Ende hin haben sich die Landshuter dann richtig was einfallen lassen. Da ertönt mit „Wraith“ ein melancholischer, verdammt tiefgehender, rockender und herrausragender Song, bei dem anstelle von Fronter Morean, der ansonsten durch seine grandiose, vielseitige und vor allem extreme Gesangsleistung brilliert, Gastsänger Mortal mit ruhigen und cleanen Vocals zum Zuge kommt. Wirkt der Titel zuerst ein wenig befremdlich, fesselt und packt er einen doch mit jedem Durchlauf mehr und mehr und lässt einen dann einfach nicht mehr los. Als Bonus findet man dann noch ein Cover des Twin Peaks-Songs „Sycamore Trees“, der leider nicht auf der Promo enthalten ist, aber sicherlich mehr als interessant sein wird.

So kann nur festhalten, dass eine Band, die ein Top-Album nach dem anderen rausbringt und sich dabei jedes Mal wieder selbst übertrifft nicht zu unrecht von Fans und Musikern (u.a. Frost von SATYRICON) als eine der besten Black Metal-Bands unserer Zeit betitelt wird!

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