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DARK FUNERAL - Attera Totus Sanctus

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Artist DARK FUNERAL
Title Attera Totus Sanctus
Homepage DARK FUNERAL
Label REGAIN RECORDS
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Könnte es etwas Treffenderes geben, als kurz nach der Rückkehr aus dem Spanien-Urlaub ausgerechnet eine Scheibe von DARK FUNERAL zu besprechen? Nun ja, dass die Mucke der vier Totengräber auch in wärmeren Gefilden „funktioniert“, dürfte die letztjährige Live-Scheibe „De Profundis Clamavi Ad Te Domine“ bewiesen haben. Und vielleicht sind es auch genau diese entlegenderen Gebiete, wie etwa Südamerika, in denen der Markt möglicherweise noch nicht so gesättigt und die Black-Metal-Crowd noch hungriger ist, auf die die Mannen um Lord Ahriman verstärkt ihr Augenmerk legen bzw. legen sollten. Denn um es vorweg zu nehmen: Einen Innovationspreis werden sie mit ihrem vierten Studioalbum „Attera Totus Sanctus“ sicher nicht gewinnen.

Natürlich ziehen DARK FUNERAL ihr Ding nahezu perfekt durch und damit auch alle Register der Schwarzwurzelkunst. Wem allerdings der gesamte Backkatalog der Band bereits bekannt ist, der muss sich schon die Frage stellen, warum er sich auch „Attera Totus Sanctus“ noch in den Schrank stellen sollte. Zündende neue Ideen sind hier nämlich Fehlanzeige. Und das betrifft noch nicht einmal den erneuten lateinischen Albumtitel, denn vor allem in musikalischer Hinsicht sind die Unterschiede zum 2001-er Vorgänger „Diabolis Interium“ wirklich nur marginal. Hier und da kommt mal eine schleppende Passage zum Tragen, wie etwa beim Titelstück, und mit „Atrum Regina“ steht auch der obligatorische Mid-Tempo-Song wieder im Programm. Ansonsten regiert aber rasender, kompromissloser Black Metal: Matte Modin an der Schießbude spielt Knüppel aus dem Sack, daneben wird die Kriegsmaschine von sägendem, semi-melodischem Riffing angetrieben. Einzig die Produktion wurde diesmal mit Daniel Bergstrand und dessen Dug Out Studios in andere Hände gelegt.

Es gilt also: Wo DARK FUNERAL draufsteht, ist auch DARK FUNERAL drin. Dies ist zwar an sich nichts Schlechtes und auch aus Sicht der Band ist es verständlich, dass man nicht ohne weiteres aus der bisherigen Erfolgsspur und dem, was man kann, abrückt. Das führt aber leider auch dazu, dass „Attera Totus Sanctus“ bei weitem nicht das Meisterwerk geworden ist, das man sich nach vier Jahren Funkstille vielleicht erhofft hat bzw. hätte erwarten können.

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