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DARK SANCTUARY - L’Être las – L’Envers du Miroir (Re-Release)

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Artist DARK SANCTUARY
Title L’Être las – L’Envers du Miroir (Re-Release)
Homepage DARK SANCTUARY
Label PEACEVILLE RECORDS
Leserbewertung
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Langsam beschleicht mich das komische Gefühl, dass ich der Einzige bin, der von der Existenz dieser CD weiß. Gibt es sie überhaupt oder binden mir meine Kollegen hier einen Bären auf? Denn tatsächlich findet sich nicht ein einziger Anhaltspunkt, dass die mir hier vorliegende Wiederveröffentlichung von DARK SANCTUARYs drittem Studioalbum außer meiner Kopie existiert. Weder auf der Homepage der Band oder des Peaceville-Labels, noch irgendwo sonst im Internet findet sich etwas. Aufmachung und Titel sind die gleichen wie im Jahre 2002, der einzige Unterschied ist, dass im Original noch „Wounded Love Records“ drauf steht.

Musikalisch sind sich DARK SANCTUARY treu geblieben, den Hörer erwartet dunkel verträumte, atmosphärische Neoklassik mit vielfältiger Instrumentierung und einer lieblichen, französisch singenden Frauenstimme. Als leidenschaftlicher Neofolker sind mir neben den gelegentlichen Trommeleinlagen auch die Military-Drums angenehm aufgefallen, dezent, aber nicht zu dezent. Hat mich das Vorgängeralbum noch stark an DEAD CAN DANCE erinnert, trifft das bei „L’Être las – L’Envers du Miroir“ wesentlich weniger zu, dafür vernimmt der Hörer aber an der einen oder anderen Stelle einen Hauch Mittelalter. Sehr schöner Neoklassik, den ich uneingeschränkt empfehlen kann, eine angenehme CD zum Abschalten oder auch Nebenbeihören. Falls irgendwer diese Wiederveröffentlichung tatsächlich finden sollte, lasst es mich wissen. Ansonsten ist ja auch noch das Original erhältlich. Und zudem wird demnächst auch ein neues Album der Franzosen geben, mit dem äußerst kreativen Titel „Dark Sanctuary“.

Übrigens fiel mir bei der Besprechung auch wieder ein, wer der größte Fan von DARK SANCTUARY ist, nämlich Proll-Rapper und Möchtegern-Gangster BUSHIDO. Dem gefällt die Musik der Band nämlich anscheinend so gut, dass er sie in 16 Fällen geklaut und in seinen eigenen Songs teilweise ohne Veränderung wieder hineinkopiert haben soll. Die Band hat ihn daraufhin verklagt, aber eine erste Verhandlung im März dieses Jahres brachte noch kein Urteil. Fortsetzung sollte diesen Sommer sein, aber ich habe noch nichts dazu gefunden. Man darf gespannt bleiben.

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