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DARK THE SUNS - All Ends in Silence

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Artist DARK THE SUNS
Title All Ends in Silence
Homepage DARK THE SUNS
Label FIREBOX
Leserbewertung
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Na, in den dunkler angehauchten Gefilden der Metalwelt scheint der Frühling mit seinen beinah schon sommerlichen Temperaturen wohl noch nicht so ganz angekommen zu sein! Das wäre zumindest eine Erklärung dafür, warum hier zunächst eine Doomscheibe aus den Niederlanden und nun etwas aus der finnischen Dark Metal Sparte auf den Platten- und Reziteller geflattert kommt. Gut, andererseits wurden die Sachen dann wohl im Winter geschrieben/aufgenommen, womit der Sound dann ja wieder jahreszeitentechnisch passen würde. So oder so, auch bei Sonnenschein kann man mal die eine oder andere dunkle Scheibe in den Player packen.

Einige Attribute, die ich den Jungs aus Jyväskylä anno 2007 auf ihrem Debüt „In Darkness Comes Beauty“ attestiert hatte, gelten nach wie vor. Schöne, leicht düster angehauchte Keyboardmelodien, die recht präsent sind, ziehen sich durch das Album und vom ersten Ton in „Unbroken Silence“ an ist klar, aus welchem Land die Truppe stammt, kein Zweifel! Die weibliche Stimme, die zwischen den growlenden Vocals von Mikko Ojala zu vernehmen ist, z.B. bei „The Dead End“, klingt angenehm unauffällig, im Sinne von nicht störend oder nervend, das kann man ihnen schon mal als Pluspunkt anstreichen. Allerdings gibt es in diesem Bereich auch einen leicht faden Beigeschmack, denn die Stimme des Sängers klingt auf die Dauer etwas einseitig. Was allerdings noch mehr auf die Wertung drückt, ist die Tatsache, dass jener „erfrischend, nicht Einheitsbrei – obwohl sie das Rad nicht neu erfinden“-Pluspunkt von vor 2 Jahren nun nicht mehr so ganz passen will. Das Problem mit dunkler Mucke aus dem Norden ist einfach, dass es kaum noch schlecht produzierte Sachen gibt, im Gegenteil, alles aalglatt und beinah schon zu perfekt – so dass ein solcher Kritikfaktor per se wegfällt. Aber eben jenes Perfekte lässt einige Scheiben rasch langweilig werden. Der finnische Stempel ist zu auffällig, Truppen klingen austauschbar. Ich will damit nicht sagen, dass DARK THE SUNS sich über die Maßen verschlechtert hätten, allerdings schleicht sich nach einer Weile eine gewisse Monotonie ein. Dennoch stellt diese Scheibe als Gesamtwerk gesehen, mit dem vorwiegend im Midtempo gehaltenen Material, den angenehmen Stimmen und durchgängig vorhandenen schönen Melodien, ein gelungenes „Easy-Listening“ Vergnügen dar.

So solide „All Ends In Silence“ geworden ist – wie gesagt, in punkto Produktion und Liedmaterial als Ganzes gesehen kann man nicht meckern – so wird es den Finnen wohl nicht gelingen, sich damit von ihren Landsmännern und Konkurrenten in der überaus stark besetzten Düsterschublade, abzusetzen. Dennoch, für Fans der Dark Metal und Gothic Sparte – besonders finnischer Prägung natürlich – , kurzum für alle Düsterfreunde eine Scheibe, die man antesten kann. Wenn das dritte Album wie üblich über Top oder Flop entscheidet, so wünsche ich den Nordmännern für ihr nächstes Werk, dass sie überall noch eine Schippe draufpacken – die Grundvoraussetzungen stimmen, Ideen sind da, jetzt muss das Ganze nur noch passend umgesetzt werden.

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