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DARK TRANQUILLITY - We Are The Void

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Artist DARK TRANQUILLITY
Title We Are The Void
Homepage DARK TRANQUILLITY
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.3/10 (6 Bewertungen)

DARK TRANQUILLITY sind ein Garant für Qualität. Daran ändert auch der 8. Studio-Longplayer „We Are The Void“ zum Glück rein gar nichts. Die Mitbegründer des Göteborger Melodic Death verstehen es wie kaum eine andere Band, Aggression, Verzweiflung und Melancholie zu einem stets stimmigen und jederzeit spannenden Ganzen zu vereinen.

Wie schon auf dem superben Vorgänger „Fiction“ findet man Elemente der Frühwerke, Elemente aus der „Projector“ und „Haven“ Phase mit leicht modernen Versatzstücken sowie dezente Neuerungen. Paradebeispiele hierfür sind der starke Opener „Shadow In Our Blood“, welcher mit für DT-Verhältnisse ungewöhnlich dichten Keyboard-Teppichen und modern riffendem Anfang durchstartet, bevor es in einen typisch schnellen Strophenteil übergeht. Aufhorchen lässt ebenso der vorab auf der Myspace-Seite online gestellte Song „Dream Oblivion“, der eher im Mid-Tempo gehalten ist und ebenfalls sehr Keyboard- und groovelastig ist, aber dennoch nicht die musikalische Finesse oder bandtypische Gitarrenarbeit vermissen lässt. Danach folgt mit „The Fatalist“ der erste Hit des Albums und logischer Nachfolger zu „Terminus (Where Death is Most Alive)“ vom Vorgänger. „In My Absence“ weiß im zweiten Teil besonders durch Harmonien aus „Haven“ Zeiten zu gefallen und erhöhen den Wiedererkennungswert DTs, bevor mit „The Grandest Accusation“ der gemäßigtere Teil des Albums beginnt. Es regieren melancholische Piano-Keys, gefühlvolle Gitarren-Leads, Mid-Tempo und erstmals auf diesem Album Mikaels warmer Clean-Gesang. Wiederum eher ungewöhnlich kommt das anfangs minimalistisch riffende und von Keys dominierte „At The Point Of Ignition“, während das folgende „Her Silent Language“ die Anhänger der umstrittenen „Projector“ Scheibe bedienen dürfte. Schade, dass das von einer sehr eingängigen Keyboardmelodie getragene und melodisch gesungene Stück gen Mitte etwas zerfahren wirkt, sonst wäre hier ein weiterer Hit am Start gewesen. Nach dem atmosphärisch dichten, eher düsteren „Arkhangelsk“ folgt dann der sehr thrashige Quasi-Titeltrack „I Am The Void“, der mit modernen Riffeinlagen, eingestreuten Blasts und melodischen Piano-Keys überzeugt. Nochmals wird das Tempo in „Surface The Infinite“ angezogen, bei dem wieder der melodische Chorus für den DT-typischen Kontrast sorgt, ehe das düstere „Iridium“ zum Abschluss nochmals aufhorchen lässt: Düster beginnend mit melodisch warmen Stanne-Vocals wird der Song dann im Chorus zu einer fast schon black-metallischen Epic-Nummer, die im Verlauf an Dramatik zunimmt.

Große Veränderungen wie „Projector“ oder spätere Kurskorrekturen wie „Damage Done“ scheinen im Hause DARK TRANQUILLITY der Vergangenheit anzugehören. Man hat sich im Laufe der letzten Alben einen einzigartigen Stil herausgearbeitet, der nach und nach mit Bedacht und viel Klasse verfeinert wird. „We Are The Void“ ist wieder von Tue Madsen modern und einwandfrei produziert und passt hervorragend zu den modernen Einsprengseln die zeitweise den hochwertigen Melodic Death auflockern. Erneut ein Superalbum, das keinen DT-Fan enttäuschen wird. Und der eine oder andere IN FLAMES Anhänger sollte hier mal hören, wie man seinen Sound verjüngen kann, ohne sich (zu) weit von den eigenen Wurzeln zu entfernen.

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