Band Filter

DARKANE - Demonic Art

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DARKANE
Title Demonic Art
Homepage DARKANE
Label MASSACRE
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Scheibe Nummer 5, kompromisslose Attacke Nummer 5 – so ließe sich „Demonic Art“ kurz und knackig beschreiben. DARKANE melden sich hier mit einem Thrashbrett allererster Güte zurück und machen unmissverständlich klar, dass man trotz Sängerwechsels (Jens Broman ersetzt nun Andreas Sydow) kein bisschen leiser geworden ist. Die drei Jahre Pause zwischen den beiden Alben haben offenbar dazu beigetragen, dass sich so einiges an Energie angesammelt hat, die nun in geballter Form auf die Headbangerschar losgelassen wird.

Diese dämonische Kunst brettert nun gesangstechnisch noch eine Ecke fieser aus den Boxen, Erholungspausen gibt es im Prinzip während des gesamten Albums keine. Nach einem epischen Intro namens „Variations Of An Eyerush“, welches ich fast schon eher in die Sympho Blacksparte stecken würde, geht es dann mit „Leaving Existence“ zackig los – alle weiteren Fragen, was einen da noch erwarten könnte, wären damit direkt beantwortet. Zwischen allem Geknüppel blitzen immer mal wieder recht melodische Passagen im Chorus auf, die sich aber keineswegs an den momentanen Trend anbiedern, der ja auch auf solche grunz-clean Passagen setzt – das haben die Jungs nach knapp zehnjähriger Bandgeschichte nun aber auch wirklich nicht mehr nötig. (und als eine der Aushängeschilder im Technical Thrashbereich sowieso nicht). Insgesamt fällt es mir schwer, zu meckern, der neue Sänger enttäuscht nicht – ob man den alten oder neuen lieber mag, ist wie immer Geschmackssache, es werden mehr Melodien eingeflochten, ohne seichter zu klingen. Gerade der vierte Track „Absolution“ kann mit einigen sehr melodischen Passagen aufwarten. „Execution“ hingegen glänzt mit gelungenen Soli, die nicht einfach den Song zukleistern, sie passen. Über das Drumming von Peter Wildoer (Ex-ARCH ENEMY) braucht man wohl auch nicht viele Worte machen. „Demigod“ erinnert mit seinem leichten Anflug von Industrial doch ein wenig an FEAR FACTORY und Konsorten, MACHINE HEAD kommen einem ebenfalls in den Sinn. Nach allem Geknüppel ist der Bonustrack „Wrath Connection“ eine richtige Überraschung, dieser groovende, stampfende Rausschmeißer lässt einen headbangend vor der Anlage rumzappeln, hätte ich mal so gar nicht erwartet! Was mir bei „Demonic Art“ ziemlich schwer fällt, ist, einen richtigen Kracher zu benennen. Die Kompositionen sind allesamt keineswegs schlecht, aber auch nicht so ausgefallen, dass ich direkt beim ersten Durchlauf sagen würde „DAS Lied isses!“. Aber ingesamt gesehen sind viele gute Stücke natürlich besser als ein herausragendes und viele schlechte. Fakt ist jedenfalls, dass die Scheibe wächst, sowohl beim ersten Hördurchlauf, wo sich die Schweden von Song zu Song steigern, als auch nach mehrmaligem Hören.

DARKANE sind modern, melodisch, technisch, brutal und kompromisslos wie eh und je. Wenn man die Schweden bis dato immer zu schätzen wusste, kann man sich auch „Demonic Art“ ohne weiteres in die heimische Anlage packen. Meiner Meinung nach dürfte man mit dieser Platte Fans verschiedenster Sparten begeistern können, da von thrashig über melodisch bis hin zu technisch vertrackt doch alles vorhanden ist.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

DARKANE - Weitere Rezensionen

Mehr zu DARKANE