Band Filter

DARKNESS ABLAZE - s/t (Re-Release)

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DARKNESS ABLAZE
Title s/t (Re-Release)
Homepage DARKNESS ABLAZE
Label BLACK BARDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (3 Bewertungen)

„Geiles Artwork, aber mal schauen, ob die CD auch so gut klingt“ dachte ich mir, als ich die Scheibe erstmals in Händen hielt. Schließlich war das, was bei Myspace schon zu hören war, überzeugend, da wollte ich doch mal sehen, ob die Scheibe die Erwartungen erreichen kann. Mit einem ruhigen Piano- und Keyboardintro kann man ja bekanntlich nie was falsch machen. Dass dieses allerdings keins wie in sonstigen Metal Produktionen belanglos daher geklatschtes ist, merkt man, weil es einen klaren Bezug zum restlichen Songmaterial hat.

Die Erwartungen steigen…

Die fetten und druckvollen Gitarren der Herren Lorenz und Huber schneiden sich gleich zu Anfang von „Lonely I March“ ins Gedächtnis des Hörers ein und der damalige Drummer sowie ausführender Produzent dieses Albums Marcel Woitowicz zeigt direkt, dass er Kenner seines Fachs ist. Tieftöner Christian pumpt fleißig mit und muss sich genauso wenig verstecken wie Landsmann Theo mit seinen tiefen Growls, die sich mit Black Metal typischen Screams abwechseln, womit gekonnt bewiesen wird, dass wahrlich kein Amateur ins Mic rotzt. Vor dem Chorus wird schon das Tempo etwas gedrosselt und akustische Gitarren sowie sanftes Keyboardspiel setzen ein, bevor diese Ruhe vom Sturm wieder aufgewühlt wird. Sehr solider Song, der das Album in die richtige Richtung lenkt. Nicht minder aggressiv geht’s mit „Dance Of Fire“ weiter und man kann sich wirklich nicht davon freisprechen, dass einem kräftig eingeheizt wird. Dass man es hier auch mit experimentierfreudigen Genossen zu tun hat, beweist ein plötzlich aufkommender „Techno Beat“. Generell scheinen in dieser Ausnahmeband Ohrwürmer wie am Fließband produziert zu werden. Piano Melodien von Keyboarder Jens bauen in „Black Rainbow“ eine formschöne Wand auf, ähnlich dieser auf dem geschmackvoll designten Cover, jedoch wird diese gnadenlos von der Gewalt der Restkollegen niedergewalzt, was aber sehr gut durch diesen Ausnahmesong kompensiert werden kann. Traumhafte Terzen im Zusammenspiel von Gitarre und Keyboards festigen das Gefühl, dass es sich um eine qualitativ hochwertige Band handelt. Die Geschwindigkeit des Liedes wird in der Mitte wieder runter gefahren. Allgemein ist anzumerken, dass dieser Song, ganz großes Kino ist, da eben diese Spannungsbögen konstant aufkommen. Es wird schön das Göteborg-Riffing Schema durchgezogen bevor gegen Ende eine treibende Keyboard Passage zum Davonfliegen animiert, aber die Brachialität, mit der sich der Song schon eingeleitet hat, setzt sich wieder fort inklusive fettem Gitarrensolo.

Die Erwartungen werden erreicht…

Teil 1 von „Ascending From Ashes“ bildet das Intro zum Nachfolger und wird typisch gestartet mit akustischer Gitarre. Teil 2 ist das genaue Gegenteil des Vorgängers. Am Schlagzeug werden sämtliche Register gezogen. Auch wenn dieses Stück teilweise von heutigen abgenutzten Trends wie Breakdowns Gebrauch macht, klingt es trotzdem frisch und nach etwas eigenem. Die oft überstrapazierten und oft ungerechtfertigten Worte „eigener Stil“ treffen hier also voll und ganz auf diese Kollegen zu. Ein äußerst selbstironischer Song wird uns mit „The Demon Prevails“ geliefert. Happy Gitarrenmelodien und heiterer Folk dominieren in diesem Lied und dürften so einigen zum Mitschunkeln animieren. Wer sich davon nicht mitreißen lässt ist selber schuld!
Das siebeneinhalbminütige „Once Called For Redemption“ wird mal wieder von Keyboards eingeleitet und im 6/8 Takt geht’s konstant im bekannten Stil weiter, bis wieder Wechsel aus ordentlichem Geknüppel und epischen Soli kommen. Würdig nähert sich der Song bzw. die Platte mit den 12-Saitern dem Ende.

ERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN!!!

Bei dem gleichnamigen Debüt von DARKNESS ABLAZE handelt es sich um ein hochwertiges Stück Metal, welches sich wirklich nicht vor gesignten Genrekollegen verstecken muss. Einziger Wermutstropfen stellt der Finalmix bzw. das Mastering dar. Auch wenn der Grundsound sehr gut ist, sind die Keyboard- bzw. Streichersounds stellenweise zu präsent und kreieren zusammen mit den Gitarren einen leichten Brei. Der Hörgenuss ist aufgrund der starken Dynamikbearbeitung leicht eingeschränkt und nicht selten treten Verzerrungen auf. Es ist leider momentan Trend, die Platten sehr stark zu komprimieren, was sich nicht immer zum Positiven auswirkt. Wer diese Kleinigkeiten aber entbehren kann, wird definitiv dauerhaft seinen Spaß an dieser Scheibe haben.

Wer noch Entscheidungsprobleme damit haben sollte, ob er sich die Band live trotz guter CD ansehen soll, sollte unbedingt die recht gut produzierten Live-Clips im Multimediateil der CD begutachten. Die Live-Qualitäten der Band sprechen Bände. Eine absolut richtige Entscheidung von Black Bards das zuvor bereits in Eigenregie erstellte Werk nun regulär in die Läden zu bringen!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

DARKNESS ABLAZE - Weitere Rezensionen

Mehr zu DARKNESS ABLAZE