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DAS PACK - Kopenhagen

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Artist DAS PACK
Title Kopenhagen
Homepage DAS PACK
Label AMIGO RECORDS/ ROUGH TRADE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.0/10 (2 Bewertungen)

Unlängst erschien mit „Kopenhagen“ ein neues Werk vom PACK aus Hamburg. Die zwei Musiker wollen mit ihrer Musik die Hörgewohnheiten aller Musikliebhaber umgestalten und geben sich dabei feinste Mühe. Es handelt sich um eine Art Musiksatire oder auch -kabarett. Auf dem Album fehlt kaum ein Genre. Angefangen von Volksmusik über HipHop, Schlager, Pop, Rock bis zum Metal. Nun muss sich keiner vorstellen, dass jeder Track einem anderen Genre entnommen wurde. Das wäre zu einfach. Die verschiedenen musikalischen Stile kommen bei vielen Liedern innerhalb des jeweiligen Kompositionen vor. Gerade an einen Rhythmus gewöhnt wird dieser durch das Dröhnen von Gitarren oder einem anderen abrupten Wechsel der Melodie wieder gebrochen. Gitarren und Drums sowie der Gesang vollziehen stetigen Wechsel von metallener Härte bis zum melodiösen Pop. Nur wenige Lieder auf dem Album folgen einem einzigen Genre.

„Unheftig“ eröffnet das Album mit HipHop, garniert mit den grollenden Gitarren einer Rockband. „Hula Hoop“ setzt anschließend auf Schlager, nachdem der Start eher wie ein Country Song daherkommt. Bei „Positiv Überrascht“ heißt es dann: Ihr seid alle scheiße. Na dann prost. Eine Ballade, die mit Lalala-Volksmusik-Trällereinlagen einen echt stimmungsvollen Refrain hinbekommt. Anschließend geht es dann in die 80er Jahre zur Neuen Deutschen Welle. „Zu lang“ geht von der NDW über in metallisch angehauchten Rock mit dröhnenden Gitarren und lauten Shouts. Richtig heftiger Metal wird es mit den stampfenden Staccati der Gitarren und Bässe bei „Mach Kaputt was nicht kaputt ist“ (die populärkulturelle Referenz dürfte klar sein…). Mit tiefen Growls wird ein Text der Form „ZickeZacke Hühnerkacke“ intoniert. Doch nach dem unentwegten Headbangen wird es dann wieder etwas ruhiger bei „Situation“, welches wiederum gleich mehrere musikalische Genres in sich vereint: NDW, Walzer, Rockballade, Metal. Schlagerhaft zum Mitschunkeln folgt dann „Immer Einmal“, wenigstens fast ohne Genrewechsel. „Sprich zu mir“ als rockiges Chanson mit Shouts hat eine gute Aussicht, zum Ohrwurm zu werden. An Wacken erinnert wieder der Song „Schnee“. Der Titeltrack vollführt dann mit versoffener Stimme einen Wechsel von Volksmusik über Punk zum Rock. Balladesk stimmt sanft geklampft „Glaub mir“ auf das Wiegen ein. NDWgleich mit leichten Reggae-Schlägen wird das Liebeslied „Keine Ahnung, kein Problem“ vorgetragen. Einen Liedermacher mit sanfter Melodie erlebt man bei „Zu früh“, wenn vom (ungeliebten) Aufstehen am frühen Morgen erzählt wird.

Als Satire ist dieses Album bei mir angekommen. Da kann man sich das auch mehrmals anhören und hier und da den Texten folgen. Aber als rein musikalisches Werk wird es eher wenige Freunde finden. Dafür wird zu viel zerstört. Immer dann, wenn einem eine Melodie sehr angenehm ins Ohr geht und ein plötzlicher Stilwechsel alles kaputt macht. Aber wie heißt der eine Song so schön: „Mach kaputt was nicht kaputt ist“. Und wirklicher Musikgenuss kommt meiner Meinung nach nur bei den wenigen Songs auf, die keinen Stilwechsel in sich tragen. Nach Kopenhagen doch eher der Liebe wegen…

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