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DAS SCHEIT - So far from God… so close to you

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Artist DAS SCHEIT
Title So far from God… so close to you
Homepage DAS SCHEIT
Label TWILIGHT ZONE RECORDS
Leserbewertung
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Mit ihrem vierten Album „So far from God… so close to you“ zeigen DAS SCHEIT mal wieder überdeutlich, dass man Gothic, Electro und Metal perfekt miteinander verbinden kann und sich das Ganze auch noch richtig gut anhört. Aber das ist man von den SCHEITen ja bereits gewohnt… Mittlerweile sind sie label- und vertriebstechnisch bei Twilight untergekommen und man kann nur hoffen, sie mal zusammen mit meinem Faves STONEMAN auf Tour zu erleben, denn das würde musikalisch ganz gut passen. Produziert wurde der Silberling von Markus Teske in den Bazement Studios und als Gastsänger wurden Jape Perätalo (TO/DIE/FOR) sowie Michelle Darkness (END OF GREEN) verpflichtet. Jene beiden machen das 70er Jahre Cover „Because the Night“ von BRUCE SPRINGSTEEN/ PATTI SMITH noch spezieller als es eh schon ist. Sehr gelungen kann ich da nur sagen.

Aber mal von Anfang an… Die CD startet mit dem „Epilog“, der recht ordentlich klingt und fast augenblicklich in den Titeltrack „So far from God“ übergeht. Jener bohrt sich schnell und hart in die Gehörgänge und der eingängige Chorus lässt einen auch später immer noch fasziniert mitsummen. Der Gesang von Clint ist mal eindringlich, mal sanft, aber immer überzeugend. Sascha (Gitarre, Bass, Keys) und Casey (Gitarre) machen ihren Job absolut perfekt und auch das „alte“ Gründungsmitglied Ulf, der mittlerweile durch die neue Drummerin Linda ersetzt wurde, kann hier glänzen. Das nächste Stück „Come undone“ präsentiert sich am Anfang auch wieder sehr rockig, wird dann im weiteren Verlauf aber sanfter. Dadurch verliert es aber kein Stück von seiner Mystik. Der Chorus ist gewohnt schnell und eindringlich. „No one“, das eigentlich ein Original vom RÖDELHEIM HARTREIM PROJEKT (3P, MOSES PELHAM) ist und dort „Keine ist“ heißt, ist ein mehr als gelungenes Cover geworden. Ehemals Hip Hop-lastig und balladesk, ist es nun poppiger und erinnert vom Stil her ein bisschen an LINKIN PARK. Gewollt oder nicht – es begeistert mich auf jeden Fall und versetzt mich zurück in meine RHP/ 3P-Zeiten.

Schnell geht’s weiter mit „Hollow“, das wieder mit netten Gitarrenriffs von Casey aufwartet und auch Saschas Künste am Keyboard sowie am Bass zeigt. „December Sky“ ist das nächste Werk aus der Feder von Clint und auch wenn sich der Titel anhört wie eine Ballade, ist es das genaue Gegenteil geworden. Sehr rockig frisst es sich durch die Gehörgänge ins Hirn, um dort auch eine Weile zu verbleiben. „Snow white hell“ ist das siebte Stück auf der Platte und im Gegensatz zu den Vorgängern sehr elektronisch gehalten und absolut anbetungswürdig. Nach dem ersten Chorus gibt’s dann vermehrt Gitarre und Drums auf die Ohren. Meiner Meinung nach mit einer der Höhepunkte auf der Platte. Als nächstes wird „Someone will listen“ präsentiert und das Stück ist nun „endlich“ als richtige Ballade zu bezeichnen. Sehr langsam und zart am Anfang, in der Bridge und im Chorus rockiger und danach wieder zurückkehrend auf den Ausgangspunkt. Auch der Text ist sehr eindringlich und hier lohnt es sich wieder sehr genau hinzuhören. Danach folgt „By the way (I think of suicide)“, das wieder rockig, elektronisch und schnell ist.

„Sehnsucht“ verwirrt allerdings etwas. Ein deutscher Songtitel, aber das Lied an sich erklingt Englisch. Das nimmt ihm aber nichts von seiner speziellen Art. „Because the Night“ folgt direkt darauf und ich habe ja bereits zu Beginn der Rezi ein paar Worte darüber verloren. Nach wie vor bin ich vollkommen begeistert von dem Cover. „…so close to you“ ist dann schon das vorletzte Stück und natürlich der zweite Teil vom Albumtitel. Beginnend mit dem Sound prasselnden Regens mutiert das Teil dann zu einer schönen Ballade, die zum träumen einlädt. Auch der sehr rockige Chorus reißt einen nicht mehr aus den Träumen und man ist fast verzaubert von der Aura dieses Songs. Ein weiterer Ohrwurm auf der Platte. Der „Prolog“ beendet das Gesamtkunstwerk und schließt das Album der 4 Hessen perfekt ab.

So far from god… so close to ME…

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