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DAUGHTRY - Leave This Town

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Artist DAUGHTRY
Title Leave This Town
Homepage DAUGHTRY
Label RCA
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

DAUGHTRY heißt nicht nur diese Band, sondern auch Sänger und Gitarrist Chis Daughtry, der es 2006 beim amerikanischen DSDS-Pendant „American Idol“ bis auf Platz 4 brachte. Es folgte ein selbstbetiteltes Debüt, das es bis an die Spitze der US-Charts schaffte, mit Platin bedacht wurde und hierzulande immerhin bis auf Rang 40 kletterte. Für den Erstling waren seinerzeit u.a. Brad Arnold (3 DOORS DOWN), Rob Thomas (MATCHBOX TWENTY), SLASH und Chad Kroeger (NICKELBACK) mit von der Partie und auch für das aktuelle Werk konnte erneut Mr. Kroeger gewonnen werden.

„No Suprise“ heißt die erste Kollaboration, die bereits als Vorab-Single die Charts stürmte und tatsächlich nicht sonderlich überrascht. Nicht nur mit dieser Nummer, sondern mit dem gesamten Dutzend neuer Songs reihen sich DAUGHTRY nahtlos bei Kollegen wie CREED, 3 DOORS DOWN oder NICKELBACK ein. Das melancholische „Life After You“ hätte Mr. Kroeger mit der eigenen Kapelle in gleicher Weise aufzäumen können, scheint ganz so, als hätte Jesus-Lookalike Chad Kroeger sich für die Zusammenarbeit mit dem Vin-Diesel-Klon Chris Daughtry nicht großartig umstellen müssen. Genau daran krankt „Leave This Town“ auch: Die Songs sind allesamt solide gemacht, aber leider genauso stadiontauglich wie austauschbar. Alles bestens mitsingbar, mit viel Herzschmerz versehen, wobei natürlich die knackigen Gitarrenakkorde nicht zu kurz kommen, aber auch niemand mit allzu ruppigen Sounds bestört wird. Beim finalen „Call Your Name“ dürfen die Langäxte dann zum guten Schluss doch noch mal ordentlich jaulen, mein persönlicher Favorit ist jedoch das emotionale „Tennessee Line“ mit seinen wunderbaren Country-Fiedeln, die dem Sound eine gewisse Eigenständigkeit verleihen.

DAUGHTRY präsentieren mit „Leave This Town“ genau den Mainstream-Rock, auf den ihre Landsleute stehen. Damit erfinden sie weder das Rad neu, noch werden sie Musikgeschichte mit dem Longplayer schreiben. Allerdings geben ihnen die Erfolgszahlen recht, also was soll’s? Solide gemacht ist die Scheibe ja immerhin.

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