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DAVANTAGE - Unholy

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Artist DAVANTAGE
Title Unholy
Homepage DAVANTAGE
Label BLACK RAIN
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DAVANTAGE gehört nicht zu den allerhärtesten Pferden im Stall des Chemnitzer Black Rain-Labels, was das Trio natürlich nicht minder interessant für alle Elektrofreunde macht. Einen Beleg hierfür lieferte nicht zuletzt der Auftritt beim WGT 2004 in Leipzig, wo Sänger Kay sogar gleich 2 mal auf die Bühne „musste“: Er bediente nämlich Flak und Live-Keyboard der Labelkollegen FEINDFLUG! Nun wird es aber Zeit für eine neue Veröffentlichung der Ostdeutschen und so wirft man vor dem eigentlichen Hauptwerk „Split and Shatter“ noch eine EP auf den Markt… aber was für eine!

Über 60 Minuten Musik, 13 Tracks, davon 7 eigene neue Stücke, die alle exklusiv nur auf dieser EP zu finden sind! Quantitativ gibt es also schon mal nichts zu beanstanden. Und auch qualitativ musiziert man durchweg auf hohem Niveau. Wenngleich die ersten 3 Songs nur „gut“ und nicht überragend klingen (solider mittelharter Elektro mit tanzbaren Elementen), geht es danach erst richtig los: „Davantage 03“ fällt geradezu beschwörend hypnotisch aus, mit dem immer wieder intonierten Bandnamen als zentrales lyrisches Element – eine richtige Hymne! Und danach zählt sogar ein rein instrumentales Lied zu den Highlights. „Quite Ecstatic“ beweist, dass es keines Gesangs bedarf, um ein ansprechendes und abwechslungsreiches Elektrohighlight zu erschaffen. Die vielschichtige Klangkompostion erinnert mich sogar ein wenig an flotte alte ALPHAVILLE-Sachen. Spannend geht die Liederreise weiter: Mit „Ja Ja Ja“ covert man eine relativ ungewöhnliche Vorlage, ein Stück der „DDR-Punker“ DIE SKEPTIKER. Sowohl musikalisch wie auch von der politischen Aussage her eine sehr gute Wahl, für die man DAVANTAGE nur respektieren muss. 6 Remixe angesehener Acts beschließen den Tonträger, wobei man besonders die Arbeiten von SUICIDE COMMANDO und SOLITARY EXPERIMENTS hervorheben muss. Johan verleiht „Unholy“ die richtige Würze, indem er die Ecken und Kanten herausarbeitet. Und SE geben dem Titeltrack der letzten Full Length – „Global Badlands“ einen fluffigen future poppigen Anstrich.

Die zweite EP nach „Virus: Hate“ aus dem Jahre 2001 festigt das Ansehen von Kay & Co. und macht nebenbei den Mund wässrig auf den Longplayer, an den man nun natürlich hohe Erwartungen knüpft. Im Vergleich zu den anderen hochkarätigen Veröffentlichungen auf dem Black Rain/ NoiTekk Label der letzten Zeit kommt man nicht ganz an GRENDEL oder TACTICAL SEKT heran, was aber immer noch eine ausserordentlich überzeugende Scheibe ergibt.

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