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DAVE & HAL - Demo 2008

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Artist DAVE & HAL
Title Demo 2008
Homepage DAVE & HAL
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.6/10 (20 Bewertungen)

DAVE & HAL?! Komischer Bandname und seitdem ich ihn gelesen habe, überlege ich, woher mir diese Namen bekannt vorkommen und jetzt (klick) als ich den Infotext auf myspace gelesen habe, fällt es mir ein. HAL ist der Bordcomputer der Discovery in „2001: Odyssee im Weltraum“ und Dave ist die arme Sau, auf den HAL nicht mehr hören mag, weshalb die ganze Expedition scheitert. Dann haben die Vier aus Bayern den Inhalt dieses unglaublichen Films auch noch so schön in ein paar Sätzen zusammengefasst, ohne den Titel zu nennen. Toll!

Zwei große Einflüsse für DAVE & HAL: BLACKMAIL und …AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD. Unverkennbar und ganz wunderbar, wie das zusammengeht. Der Gesang erinnert jetzt nicht wirklich an Aydo Abay, die lässige Art des Vortrags und die Gitarrenarbeit dafür umso mehr. Dann prallen die vielfältigen Gitarrenmelodien immer wieder auf brachiale Krachpassagen, für die auch ein Conrad Keely mit Sicherheit jederzeit ein offenes Ohr finden würde. Abgemischt – und zwar im hofeigenen Tonstudio45 – hat niemand Geringerer als Kurt Ebelhäuser, seines Zeichens Gitarrist bei BLACKMAIL, SCUMBUCKET und weiß der Geier wo sonst noch. Und irgendwie schafft er es immer wieder die Gitarren mit ordentlicher Durchschlagskraft zu versehen, er drückt ihnen halt seinen Stempel auf. Und dass wir uns jetzt recht verstehen, wir sprechen hier von einem Demo, wie der Titel der 4-Track EP unschwer erahnen lässt. Dann hat der Kurt also das Potential der vier Jungspunde (die Bandmitglieder sind zwischen 19 und 23 Jahren alt) erkannt und sich pro bono betätigt? Das wäre ja wirklich ganz wunderbar. Jetzt möchte ich noch gerne einen Titel besonders hervorheben, der auf den Namen „They Can’t Call Me A Liar“ hört, und zwar weil er mich an frühere Glanztaten von FUGAZI erinnert. Angefangen mit einem Groove, dem sich zu entziehen direkt eine Kunst wäre und dann überleitend in diese typischen Post-Core Stakkato-Rhytmen, wie sie nur Ian MacKaye inszenieren kann. Auch wieder großes Kino.

Zu guter letzt möchte ich meiner Begeisterung mit einer Kaufempfehlung Ausdruck verleihen. „Demo 2008“ gibt es für kleines Geld auf der bandeigenen myspace-Seite zu erstehen und das Artwork ist auch noch schön anzuschauen.

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