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DE/VISION - 6 feet underground

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Artist DE/VISION
Title 6 feet underground
Homepage DE/VISION
Label DRAKKAR
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.8/10 (4 Bewertungen)

In nun schon mehr als 10 Jahren haben sich DE/VISION eine treue Fangemeinde „erarbeitet“. Sie haben in den Anfangsjahren nette Popalben veröffentlicht und mit „Try to Forget“, „Blue Moon“ und „Your Hands on my Skin“ einige Szenehits im Repertoire. Wie es im Synthi Pop Bereich üblich ist, wurden auch sie immer mit DEPECHE MODE verglichen. Das ist aber Schnee von gestern. Nach einem kurzen Ausflug zum Major Wea (vorher war man beim Indie „Strange Ways“) kann man bei Drakkar augenscheinlich doch wieder etwas unabhängiger arbeiten. Trotzdem entstanden bei der Wea ihre erfolgreichen Alben „Monosex“ und „Void“. Wurde die „Monosex“ von den Fans noch frenetisch gefeiert, zeigte man sich bei der „Void“ sehr zurückhaltend, die meisten hatten ein weiteres reines Synthi Pop Album erwartet. Statt dessen veröffentlichte das Trio eine „härtere“ CD mit Einsatz von Gitarren und Drums: So ein „Frevel“. Aber mit diesem Album sind sie erwachsen geworden und haben sich weiterentwickelt.

Mittlerweile zum Duo geschrumpft – Markus stieg vor ein paar Jahren aus – entstanden dann die etwas schwächeren Alben „Two“ und „Devolution“. Schon beim letzten Longplayer kehrte man wieder ein stückweit mehr zur Elektronik zurück. Großen Anteil daran hatten Josef Bach, der als Produzent fungierte, und Arne Schumann, welcher für das Mixing verantwortlich war. Zusammen mit den beiden spielten Steffen und Thomas nun „6 feet Underground“ ein, herausgekommen ist ein Album, das einem beim ersten Hören völlig kalt lässt. Erst beim mehrmaligen Rotieren im CD-Player entfaltet es sein volles Potential, man entdeckt immer wieder neue Facetten. Die Melodien sind vielschichtig und Steffens unverkennbarer Gesang wird sehr variabel eingesetzt. Gleich der Opener „I`m not enough“ stellt dies unter Beweis. Während Steffen den Text wie gewohnt darbietet, kommt die titelgebende Zeile verzehrt rüber. Der wehmütige Refrain wiederum harmoniert wunderbar mit der Melodie. Mit „6 feet underground“ bringen DE/VISION einen perfekt produzierten Silberling auf den Markt, der nicht gleich auf Anhieb als bandtypisch zu erkennen ist. Ein sehr kompaktes Album, das zum Träumen und Verweilen einlädt. Obwohl es relativ ruhig gehalten ist, besitzen „I`m not dreaming of you“, „Unputdownable“ und „Beside you“ Hitcharakter. Meiner Meinung nach sind das aber nicht die stärksten Songs der Scheibe, dazu zähle ich eher „Turn me on“ und das wunderschöne „Aimee“. „Klangmonaut“ als Instrumentalstück erinnert mich an KRAFTWERK – eine Verbeugung vor der deutschen Elektro-Legende?

„6 Feet Underground“ avancierte in den letzten Tagen zu meinem Lieblingswerk des Duos. Mit Sicherheit wird es in die Charts einsteigen, außerdem wird einem obendrein noch ein hochwertiges Produkt angeboten. Eine Paarung, die man nicht allzu oft findet. Im Herbst gibt es die obligatorische Tour zum Album. Mit dabei sind bestimmt auch wieder Gitarre und Drums, die den Songs noch mehr Druck und Dynamik verleihen werden.

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