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DE/VISION - Noob

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DE/VISION
Title Noob
Homepage DE/VISION
Label DRAKKAR
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.6/10 (12 Bewertungen)

„NOOB“ ist ein Begriff aus der Computerspiele-Welt und laut Wikipedia ist das die Bezeichnung für einen nicht lernwilligen bzw. ignoranten Neuling, wird aber auch als Beleidigung für erfahrene Spieler verwendet, die das Verhalten eines Neulings an den Tag legen oder schlichtweg Anfänger-Fehler machen. So betiteln also Steffen und Thomas ihr neues Werk und ich habe natürlich gehofft, dass sie nach ihren grandiosen Alben „Six Feet Underground“ und „Subkutan“ nicht ebensolche Anfängerfehler gemacht haben.

Schon der Opener „What You Deserve“ ringt mir ein ungläubiges Kopfschütteln ab. Junge, Junge da kommt man nach etlichen hervorragenden eigenständigen Alben jetzt doch ganz nah an DEPECHE MODE heran. Deren „World In My Eyes“ lässt grüßen. Zum Glück ist es nur die Anfangssequenz und die erste Textzeile, die an die Engländer erinnert. Trotzdem ist man von der ersten Sekunde an in der musikalischen Welt von DE/VISION und im Gegensatz zum etwas ruhigeren Vorgängeralbum ist man wieder poppiger geworden. „Obsolete“, „Nine Lives“ und „Life Is Suffering“ reflektieren am besten die Experimentierfreude des Duos. Auffallend ist der unterschiedliche Einsatz von Steffens Stimme. Diese kommt mal mehr, mal weniger verfremdet aus den Boxen. Natürlich auch natur belassen wie beim rasanten „Flavor Of The Week“ oder dem ruhigen „The Far Side Of The Moon“. Am deutlichsten wird dies bei „What It Feels Like“. Die Strophen kommen gesanglich rau und dreckig rüber, beim Refrain ist genau das Gegenteil der Fall. Für mich der beste Track auf dem Silberling ist „Living Fast Dying Young“ und zusammen mit „Flavor Of The Week“ sind diese beiden Kompositionen absolut Clubtauglich. Bei „Death Of Me“ muss leider wieder ein Vergleich herhalten: klingt nach GOLDFRAPP. Beim Titeltrack wird wieder mehr auf Elektronik gesetzt, ganz so wie aus den Anfangstagen der Combo- seinerzeit agierte man noch zu dritt. Trotz des Retrosounds klingt das Album modern und absolut zeitgemäß, auch wenn das CD Cover doch sehr an die 80er erinnert.

Von wegen Anfängerfehler, Steffen stieß im Internet auf diesen ungewöhnlichen Begriff „Noob“, deutete ihn aber für seine Band um und schon stand der Albumtitel fest. „Noob“ gefällt mir schon beim ersten Durchhören der Scheibe. Dem Duo ist mal wieder ein gewohnt abwechslungsreiches Album gelungen, wobei meiner Meinung nach die Stärken der beiden bei den eher ruhigen Stücken, wie das wunderschöne „Deep Blue“ und „The Enemy Inside“ liegen. Neu bei der Arbeitsweise der Berliner ist die Einbindung der beiden Produzenten Arne Schumann und Josef Bach, die jetzt auch an dem neuen Werk mitgeschrieben haben. Wieder haben die Herren es geschafft, ein gutes Dutzend Songs auf die CD zu bannen, bei DE/VISION bekommt man immer etwas mehr geboten. Selbstverständlich geht es im Anschluss der Veröffentlichung von „Noob“ auf Clubtour durch Deutschland.

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