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DE/VISION - Subkutan

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Artist DE/VISION
Title Subkutan
Homepage DE/VISION
Label DRAKKAR
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

Auf diese beiden ist Verlass. In fast regelmäßigen Abständen veröffentlichen Thomas und Steffen ihre Alben, und mittlerweile gehören sie schon zu den Urgesteinen des deutschen Synthiepops. Circa zwei Jahre nach dem etwas ruhigeren Album „Six Feet Underground“ gibt es jetzt etwas „unter der Haut“, denn dies ist die Übersetzung des medizinischen Namens „Subkutan“. Geht dieses Album, genau wie eine Injektion, unter die Haut, oder was erwartet uns nun?

Im Gegenteil, denn mit dem Opener „Subtronic“ geht es, entgegen dem letzten Werk, wieder etwas rauer und kraftvoller zur Sache. Während dieser Track noch mit verzerrten Vocals daherkommt, erkennt man bei „The End“ sofort wieder Steffens typischen Gesang, welcher auch hier leicht modifiziert ist. Einer der interessantesten Songs für mich ist „Star-Crossed Lovers“. Bis zum Mittelteil entwickelt er sich balladesk, um ab da an noch mal richtig abzurocken. Etwas ruhiger und nachdenklicher sind die Stücke „Addict“ und „Obey Your Heart“, ehe man mit „In Dir“ wieder mal überrascht wird. Denn nach über 10 Jahren produzieren die beiden wieder einen deutschsprachigen Song. Ganz Clevere denken bei diesem Titel sofort an frivole Sachen, aber da werden sie enttäuscht. Es geht dabei um etwas ganz anderes. Meiner Meinung nach hätten DE/VISION in der Vergangenheit ruhig öfter Liedgut in ihrer Muttersprache veröffentlichen können, aber da haben wir ja mit MELOTRON andere Spezialisten am Start. Völlig untypisch, und deshalb vielleicht auch etwas spektakulär ist „E-Shock“. Eine Mischung aus KRAFTWERK und UNDERWORLD ist hier die treffende Umschreibung. Mit einer Ballade endet nach mehr als 66 Minuten das Album der zwei (mittlerweile) Berliner. Aber mit „Summer Sun“ kann ich mich auch nach mehrmaligen Durchläufen nicht anfreunden. Trotz sehr schöner Instrumentierung, glasklarem Gesang und vielen elektronischen Spielereien, ist der Song für mich eher belanglos. Viel besser gefallen mir da „My Own Worst Enemy“ und „Not Made Of Gold“. Gerade letzterer Track ist mein Favorit und den lasse ich desöfteren auf Repeat laufen. Absolut stark!

Selten habe ich von DE/VISION so ein experimentierfreudiges und abwechslungsreiches Album gehört. Als clubtauglich erweisen sich allerdings nur „Subtronic“, „The End“ und unter Umständen auch „E-Shock“. Trotzdem kommen auch die anderen Stücke mit richtig Bumms daher. Sehr schön auch die elektronischen Spielereien, es fiept und blubbert so richtig. Es scheint, als hätten Steffen und Thomas wieder analoges Equipment mit in die Produktion eingebracht. Zusammen mit Arne Schumann und Josef Bach, die auch schon das Vorgängeralbum produziert und gemischt haben, setzt man konsequent auf Altbewährtes. Einige Tracks erinnern mich an „Void“, welches als Wendepunkt der damals noch zu dritt agierenden Combo gesehen werden kann. Auf jeden Fall ein sehr schöner Nachfolger von „Six Feet Underground“! Diejenigen, die immer noch Stücke wie „We Fly Tonight“, „Try To Forget“ „Blue Moon“ etc. erwarten, werden auch von diesem Album enttäuscht sein, denn die Jungs haben sich weiter entwickelt und trampeln nicht auf der Stelle.

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