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DEADSMOKE - Deadsmoke

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Artist DEADSMOKE
Title Deadsmoke
Label HEAVY PSYCH SOUNDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Die Italiener DEADSMOKE sind die neueste Waffe im Arsenal des momentan ziemlich aktiven und angesagten Labels Heavy Psych Sounds und machen mit ihrem selbstbetitelten Debüt sowohl dem Label- als auch ihrem Bandnamen alle Ehre.

Die fünf Songs mit gut 31 Minuten Spielzeit bieten im Prinzip alles, was das geneigte Doomster-Herz begehrt. Kellertief herunter gestimmte Gitarren, schwere und vor allem schön bösartige Zeitlupen-Riffs, schwerfällig verschleppende Drums, einen kratzig-fuzzigen Dröhn-Bass und schlichte, aber effektive Gesangslinien. Soweit die hinlänglich bekannten, und ja auch immer wieder bewährten Zutaten dieser und anderer Rauchmischungen. DEADSMOKE überzeugen direkt im ersten Geschmackstest mit einer vordergründigen, sehr angenehmen, kräftigen Würze, sprich einem ordentlich dreckigen Sound, der schön wuchtig aus den Boxen drückt. Hinzu kommt ein mit viel Hall unterlegtes, markerschütterndes Gebrüll, für die kehlige Schärfe sozusagen. Das erinnert vom Charakter her ein wenig an einige ähnlich starke Melangen wie DOPETHRONE oder die legendären ELECTRIC WIZARD. Gleich beim ersten, tiefen Zug namens „Branches Of Evil“ kriecht ein breites Spektrum an Aromen über die Zunge. Donnernde Riffgebirge, an denen sich der Schall von sich überlagernden, bedrohlichen Gesangsfetzen bricht, türmen sich auf und es weht ein kalter Hauch über die Bronchien, der ein befreiendes Durchhusten verursacht. So kann „Eyes Of The Blindman“ im Anschluss noch tiefer inhaliert werden, bis sich die Lungenflügel vollends mit Rauch gefüllt haben. So langsam entfalten sich die vollen Aromen von DEADSMOKE und die berauschende Wirkung setzt ein. Dezent eingesetzte, moderate Tempo- und Rhythmuswechsel sorgen dabei mitunter für einen kurzen Luftzug in den vernebelten Atemwegen, so dass das in Nuancen an die Produkte von Traditionsmanufakturen wie BLACK SABBATH erinnernde „Liar Behind Me“ auch gebührend gewürdigt werden kann. Beim „Tornado“ muss man sich dann dennoch einmal kräftig schnäuzen, denn kalte Synthesizer wehen um die Nase und verursachen ein Kribbeln, dem man letztlich nachgeben muss. Das darauf hin noch einmal sehr tief eingezogene „Night Of The Vipers“ verwöhnt den Konsumenten zum Schluss erneut mit einem besonders vollen Geschmackskörper und ergänzt das Ganze sogar noch mit einem Anflug von melodischem Wohlklang. Wer hätte das gedacht…

Kurzum: DEADSMOKE bieten auf ihrem Erstling einen schon erstaunlich ausgereiften sludgig-fuzzigen Dröhn-Doom, der sich hinter dem der oben genannten Genregenossen nicht wirklich verstecken muss, mit dem angenehm herben Nachgeschmack inklusive. Fett.

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