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DEAF WISH - Pain

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Artist DEAF WISH
Title Pain
Homepage DEAF WISH
Label SUB POP
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Der Bassist Nick Pratt sowie Drummer Daniel Twomey und die beiden Gitarristen Sarah Hardiman und Jensen Tjhung (die im Übrigen alle auch singen) kommen allesamt aus Melbourne und sind seit nunmehr acht Jahren Mitglieder der Band DEAF WISH. So weit alles nicht weiter ungewöhnlich, auch nicht der niemals enden wollende Strom aus schwurbeligen 7’’ und aufreibenden LPs, allerdings muss man bei diesen Aussies wissen, dass sie sich überwiegend auf unterschiedlichen Kontinenten aufhalten und sich nur auf ihren Tourneen überhaupt näher kennenlernen. Also doch ein bisschen strange, so wie auch die Musik des Vierers, die irgendwo zwischen Punk und Noise changiert und es damit eher nicht ins Radio schaffen wird.

Das wird aber auch kaum der Antritt von „Pain“ sein, immerhin hatten das Quartett ursprünglich mal die Grundphilosophie „Lasst uns nichts machen, das für immer ist. Wenn wir für nur zwei Shows zusammenbleiben, dann soll es so sein.“ Klingt nicht unbedingt nach Mainstream und der Hatz nach Ruhm und Kohle. Stattdessen schrammeln die Dame und die drei Herren an ihrer Seite nach allen Regeln der Kunst und in der gebotenen Kürze (zehn Songs in 30 Minuten). Was den werten Hörer erwartet, offenbart dabei bereits die scheppernd-eruptive Vorab-Single „Eyes Closed“ und auch der Titeltrack „Pain“ hält nichts von vornehmer Zurückhaltung. Es gibt insbesondere in der ersten Hälfte ganz in der Tradition der frühen SONIC YOUTH ordentlich was auf die Mütze (vgl. „The Whip“, Newness Again“, „They Know“), bevor „Sunset’s Fool“ und „Sex Witch“ die zurückhaltende Seite des Vierers in den Vordergrund rücken. Nach dieser kleinen Verschnaufpause geben DEAF WISH mit dem recht eingängigen „On“ wieder Gas, ehe das instrumentale „Dead Air“ noch mal die Gitarren zum Jaulen bringt, die beim finalen „Calypso“ noch mal in bester Indie-Manier schrammeln und schwurbeln dürfen.

Für die Arbeiten an „Pain“ haben sich alle vier DEAF-WISH-Members ausnahmsweise mal in Melbourne aufgehalten, sodass die Truppe tatsächlich im klassischen Sinne gemeinsame Sache machen konnte. Viel Zeit haben sie sich dafür allerdings nicht genommen, es ging sehr straight zur Sache, ganz nach dem Motto „Wenn es einfach ist, muss man sich keine Sorgen machen.“ Tja, wenn da so ist, werfen wir jetzt alles Komplizierte über Board und halten es wie DEAF WISH. Wird schon gut gehen, ist es bei „Pain“ ja auch.

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