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DEAP VALLY - Marriage

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Artist DEAP VALLY
Title Marriage
Homepage DEAP VALLY
Label COOKING VINYL
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Das Rock-Duo DEAP VALLY ist in Los Angeles zuhause und besteht aus der Sängerin und Gitarristin Lindsay Troy sowie der Sängerin und Schlagzeugerin Julie Edwards. 2013 hatte ich bereits das Vergnügen, die beiden Damen beim Hurricane mit ihrem Debüt „Sistrionix“ zu erleben. In der Zwischenzeit waren die Ladies nicht untätig, sodass nach zwei weiteren Alben und diversen (Kollaborations-)EPs unlängst der Longplayer „Marriage“ das Licht der Plattenläden erblickt hat. Auf dem Zettel hat der Zweier räudigen Alternative-, Garage- und Bluesrock, zu dem die rotzige Stimme von Miss Troy bestens passt.

Vor acht Jahren kannte die Gute übrigens genau drei deutsche Worte: Schweinefleisch, Rindfleisch und Hühnerfleisch. Da blitzt bei mir ganz kurz die Frage auf, wie Lindsay wohl zu veganer Ernährung steht. Aber das nur ganz am Rande, denn hier soll es ja um das Dutzend Songs auf „Marriage“ gehen. Der Titel bezieht sich konkret auf das Miteinander mit anderen Musiker*innen. So finden sich auf der dritten Langrille auch Features mit Jennie Vee (EAGLES OF DEATH METAL), die beim coolen „I Like Crime“ mit von der Partie ist, KT TUNSTALL und PEACHES, die dem knackigen, bläsergeschwängerten „High Horse“ zu besonderem Glanze verhelfen und JENNYLEE von WARPAINT, die beim finalen „Look Away“ hilft, eine ganz besondere Gänsehaut-Atmosphäre aufzubauen. Doch auch im Alleingang lassen die Mädels nichts anbrennen, wie sie gleich mit ihrem temporeichen Opener „Perfuction“ unterstreichen. „Billions“ fläzt sich in der Folge breitbeinig in den Gehörgängen, ehe die Single „Magic Medicine“ ebenso wie die zweite Auskopplung „Phoenix“ mit viel Drive ins Ohr geht. „Give Me A Sign“ bitten DEAP VALLY im Anschluss und lassen es an dieser Stelle auch mal für einen Moment ruhiger angehen, bevor es „Better Run“ schnoddrig mag und der Bluesrocker „I’m The Master“ zum Kopfnicken, Klatschen und Fußwippen einlädt. „Where Do We Go“ schlägt in eine ähnliche Kerbe, während „Tsunami“ es noch mal dreckig krachen lässt.

Letztes Jahr agierten DEAP VALLEY noch gemeinsam mit ihren Kumpels von THE FLAMING LIPS als DEAP LIPS, jetzt beweisen sie auf „Marriage“, dass man auch zu zweit ziemlich Gas geben kann. Seit zehn Jahren machen Lindsay und Julie gemeinsame Sache und hauen ihren Fans einen angenehm schmuddeligen hardriffing Blues-Rock um die Ohren, der auch Liebhabern der Mucke von den WHITE STRIPES, THE BLACK KEYS und der BLACK BOX RELEVATION das Herz öffnen dürfte.

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