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DEAR READER - Idealistic Animals

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Artist DEAR READER
Title Idealistic Animals
Homepage DEAR READER
Label CITY SLANG
Veröffentlichung ..
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Im Februar 2009 gab’s das Debüt „Replace Why With Funny“ des südafrikanischen Duos DEAR READER. Inzwischen steht die nach Berlin verzogene Sängerin und Pianistin Cherilyn McNeil allein für DEAR READER und bleibt mit dem Nachfolger „Idealistic Animals“ ihrer Liebe zu perfektem Indie-Pop mit deutlich melancholischen Anklängen treu. Sie schafft es sogar, dass die Arrangements dramatischer und schöner als beim Erstling rüberkommen und verbindet gekonnt tieftraurige Texte mit fröhlich verträumten Sounds.

Natürlich hat auch die neue Wahlheimat an der Spree einen Song verehrt bekommen. Der hört selbstredend auf den Namen „Bear (Young’s Done In)“ und präsentiert sich reich instrumentiert und beschwingt. Währenddessen startet der Silberling mit „Fox (Take Your Changes)“ ruhig und zurückhaltend, bevor „Monkey (Go Home)“ langsam Fahrt aufnimmt. Einen Moment später zeigt sich „Mole (Mole)“ melancholisch-vertrackt und bringt Fagott und Oboe in Position, ehe „Earthworm (And Hail Our Ailing Mother)“ insbesondere den fesselnden Gesang von Cherilyn McNeil in den Vordergrund rückt. Waldhörner blitzen immer wieder beim verspielten „Giraffe (What’s Wrong With Us)“ durch, wohingegen sich beim Titeltrack „Man (Idealistic Animals)“ dunkle Abgründe auftun. „Camel (Not Black Or White But Camel)“ klingt derweil sehr hoffnungsvoll und „Whale (Boohoo)“ mit seinen Bläsern nach buntem Jahrmarkttreiben. Bei „Elephant (Hearter)“ überwiegen dann erneut die leisen Töne, um schließlich mit „Kite (Soon We’ll Light Up)“ mit Orgelklängen und großen Chören zu enden.

„Idealistic Animals“ beschert eine immense musikalische Vielfältigkeit, bei der an großen Gefühlen definitiv nicht gespart wird. In Südafrika hat sich Cherilyn nach eigenem Bekunden als Angehörige einer englischstämmigen Minderheit nicht immer zu Hause gefühlt. Jetzt gehört sie in Berlin wieder einer Minderheit an, aber der Schmelztiegel der multikulturellen Großstadt hat ihr hörbar gut getan. War „Replace Why With Funny“ schon ein Hörgenuss, toppt Miss McNeil dies als DEAR READER im Alleingang sogar noch.

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