Band Filter

DEATH BEFORE DISHONOR - Better Ways to die

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DEATH BEFORE DISHONOR
Title Better Ways to die
Homepage DEATH BEFORE DISHONOR
Label BRIDGE 9
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (1 Bewertungen)

Vor bereits neun Jahren gegründet, meldet sich der Boston Hardcore Fünfer DEATH BEFORE DISHONOR nach zwei Jahren Funkstille nun endlich wieder zurück, mit im Gepäck den neuen Longplayer, der auf den „schönen“ Namen „Better Ways to Die“ hört.

Mit „Peace and Quiet“ begrüßt man den Hörer, gibt direkt von Anfang an Vollgas, bleibt dabei aber erstaunlich melodisch. Man kann seine Einflüsse, in diesem Fall RANCID, halt nicht ignorieren und genau aus diesem Grund klingen die elf Songs extrem punkig, doch trotzdem demonstriert man, dass man sich in puncto Härte auch mal eben locker mit Genrekollegen wie zum Beispiel HATEBREED messen kann. Nach diesem kraftvollen Einmarsch zeigt man dann mittels „Remember“, dass man, wenn auch nur als einleitende Melodie, ruhiger, ja sogar ein wenig melancholisch klingen kann. Nach der wirklich sehr coolen Einführung in das Stück tritt man dann aber doch wieder aufs Gas und beeindruckt durch einen Breakdown der Extraklasse. Leider ist aber auch dieser Track wieder zu kurz für meinen Geschmack, was auch das einzige wäre, was ich zu bemängeln hätte, denn von den elf Tracks hat es gerade einmal einer – „So far from Home“ – geschafft, die 3-Minuten Marke zu knacken und über einen längeren Zeit zu begeistern. Textlich bewegt man sich auf eher Hardcore untypischen Pfaden, keine Spur von „Respect“, „Pride“ oder sonstigen Klischee behafteten Ausdrücken, es geht einfach um Heimweh. Und mal ehrlich, wer hätte erwartet, dass jemand wie Bryan Harris, Frontsau der Combo, darüber singt, dass er ein Zuhause vermisst? Ich jedenfalls nicht und daher gibt es von mir einen Sympathie-Punkt, eben weil man sich im Hause DBD traut, solch nicht alltägliche HC-Themen anzusprechen. So schnell der Longplayer dann auch angefangen hat aus meinen Boxen zu ertönen, geht er dann aber auch schon relativ zügig dem Ende entgegen. Schade eigentlich, aber da sich der Silberling nicht nach dreißig Sekunden selbst zerstört, besteht ja auch durchaus die Möglichkeit, noch einmal auf „Play“ zu drücken und die Tracks ein weiteres Mal abzufeiern.

Zu DEATH BEFORE DISHONOR muss man einfach nicht mehr viel sagen! Wer noch nie von den fünf Mannen gehört hat, hat in den letzten paar Jahren definitiv etwas verpasst. „Better Ways to Die“ ist einfach ein Energiebündel, dass mal eben daher kommt und in den knapp 24 Minuten Spielzeit, die es dann leider nur geworden sind, kompromisslos durchs Circlepit fegt und diesem frischen Wind einhaucht. Die Tracks sind allesamt absolut tanzbar und werden vielen Hardcore Kids ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Kurzum haben DBD sämtliche Erwartungen meinerseits erfüllt und sogar noch übertroffen. Man sollte einfach mal ein Ohr riskieren und den Jungs die Chance geben, einem Jeden das Herz zu „er-moshen“.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

DEATH BEFORE DISHONOR - Weitere Rezensionen

Mehr zu DEATH BEFORE DISHONOR