| Artist | DEATH BY UNGA BUNGA |
| Title | Raw Muscular Power |
| Homepage | DEATH BY UNGA BUNGA |
| Label | JANSEN RECORDS |
| Leserbewertung |
Hinter DEATH BY UNGA BUNGA stecken fünf Norweger, die seit 2010 Garagen-Punk-Power-Pop machen. Der Begriff Unga Bunga ist dabei nicht zu verwechseln mit Bunga Bunga. Hinter letzterem verortet man landläufig die Sexpartys des inzwischen verstorbenen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Beschäftigten sich DEATH BY UNGA BUNGA auf ihrem Erstling noch mit „Heavy Male Unsecurity“, setzt der Fünfer auf dem neuesten Studio-Output auf „Raw Muscular Power“.
Der eröffnende Titeltrack erzählt energiegeladen von einem Büro-Hengst, der seinen Beruf (wie mein Vater sagen würde) ‚sitten Mäse‘ im Warmen ausübt und von körperlicher Arbeit träumt, ohne sich wirklich klar zu machen, wie hart so ein Job sein kann. Wenn Dreißigjährige schon übers Älterwerden jammern, wird es Zeit für das druckvolle „I’m Really Old“, ehe mit „Starchild“ so etwas wie eine PAUL-STANLEY-Hommage auf dem Programm steht. Für diese KISS-Verneigung holten sich DEATH BY UNGA BUNGA Haley Shae, ihres Zeichens Sängerin bei der norwegischen Pop-Punk-Kapelle SLØTFACE, ans Mikro, während an der nachfolgenden (Schrei-)„Therapy“ der US-Garagen-Rocker MIKE KROL teilgenommen hat. Die Jungs sind derart in Fahrt, dass es auch mit den „Dogs of Hell“ nur straight nach vorn geht, ehe auf „The Recipe“ fett Punk geschrieben steht. „Camouflage“ und „Trembling“ schließen sich mit Schmackes an, bevor „I’m Going On Vacation“ zu einem entspannten Urlaub einlädt und das Album mit dem ersten Song der Band in der norwegischen Muttersprache endet. „Ring meg hvis du trenger en venn“ heißt die Nummer – übersetzt: „Ruf mich an, wenn du einen Freund brauchst“. Wenn die Jungs so schnell zur Stelle sind, wie sie bei ihrem Closer zur Sache gehen, kann man sich auf das Quintett uneingeschränkt verlassen.
Hört man DEATH BY UNGA BUNGA genau zu, muss man zu der Überzeugung gelangen, dass man sie nicht unbedingt immer ernst nehmen sollte. In Kombination mit dem treibenden Garagen-Punk-Power-Pop-Sound auf „Raw Muscular Power“ kredenzen die Herrschaften jedoch eine vergnügliche halbe Stunde lang Gute-Laune-Musik. Das ist doch auch schon mal was.

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