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DEATH & TAXES - Tattooed Hearts & Broken Promises

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DEATH & TAXES
Title Tattooed Hearts & Broken Promises
Homepage DEATH & TAXES
Label I SCREAM RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Es gibt Platten, die schreien einem anhand des Covers ja förmlich entgegen, was für eine Musikrichtung sich auf dem Silberling versteckt (wenn es nicht gerade wie in diesem Falle mal wieder „nur“ eine Downloadkopie des Labels wäre). Trägt die Scheibe dann noch den Namen „Tattooed Hearts & Broken Promises“ ist die Sache aber wirklich geritzt: SOCIAL DISTORTION lassen grüßen.

2005 von Jeff Morris im Zuge einer Reunion-Show der BRUISERS (wo der gute Mann Gründungsmitglied und Songwriter war) gegründet, bietet die Band auf ihrem Debüt die volle Breitseite an traditionellem und gut abgehangenem, ur-amerikanischem Gitarrenrock. Von Produzent Jim Siegel (DROPKICK MURPHYS/ BLOOD FOR BLOOD) druckvoll und ohne viel Schnickschnack in Szene gesetzt, wissen die Songs aber durchaus zu überzeugen. Denn die Combo bietet doch einiges mehr, um nicht nur als SD–Kopie wahrgenommen zu werden. Bei „In it for the money“ oder „Better Things“ gesellt sich eine JOHNNY CASH Melodie zu dem Boogie-Rock, während ruhigere Songs wie „Green River“ (der beste Song auf der Platte) mich an die grandiosen DRIVE-BY TRUCKERS erinnern. Dort verströmen entspannte Gitarrenlicks eine schön rootsige Atmosphäre, die der Band sehr gut zu Gesicht steht. File under: Harte Männer zeigen ihre Gefühle. Die Songzitate reichen von GRAM PARSONS über BRUCE SPRINGSTEEN bis hin zu TOM PETTY. Ansonsten twangt die Gitarre, dass sich Rockabillys, Punker und Rocker gleichermaßen mit der Scheibe anfreunden könnten. Jeff Morris Kehle hat in seinem Leben schon mehr als eine Flasche Jack Dan kennen gelernt, während die eine oder andere Schachtel Marlboro auch schon in Rauch aufgegangen sein wird. Davon erzählt seine Gesangsstimme überdeutlich. Auch die Art wie er der Gretsch die Töne entlockt, macht deutlich, dass man es hier mit einem alten Hasen zu tun hat. So etwas ist für diese Art von Musik unheimlich wichtig, denn das steigert die Glaubwürdigkeit, der doch deutlich zur Schau getragenen Klischees, um einiges.

Wer sich von den musikalischen Eckpunkten angesprochen fühlt, macht mit dieser Scheibe sicherlich nichts verkehrt. Macht Spaß!
Michael Päben

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Al Barr – Sänger der DROPKICK MURPHYS – soll zu ihren größten Fans gehören, was nicht weiter verwundert, wenn man weiß, dass der DEATH & TAXES-Chef Jeff Morris Songwriter der BRUISERS war, bei denen Al Barr vor seinem Wechsel zu den DROPKICK MURPHYS am Mikro stand. 2005 wurden DEATH & TAXES aus der Taufe gehoben und heuer präsentieren die Amis ihre Debüt-Langrille „Tattooed Hearts & Broken Promises“, die knackigen Rock ’N’ Roll verspricht.

Mit „Orange Line“ starten die Bostoner gutgelaunt und druckvoll und auch „All These Things“ weiß mit treibenden Gitarrenhooks zu gefallen. „Whole Damn Thing“ schaltet einen Gang zurück und verleitet zu der Frage, ob Mr. Morris sich wohl ausschließlich von Kippen und Whiskey ernährt, zumindest klingt seine Stimme so, während die Kollegen Mike Savitkas (Bass) und Steve Toland (Drums) neben dem richtigen Rhythmus auch für einen harmonischen Background-Chor sorgen. Mit „Hold On“ gibt’s eingängigen Roots Rock, der zum Mitwippen animiert, während das gefühlvolle „Hide From God” auch harte Kerle dahin schmelzen lässt. Natürlich vergisst das Trio dabei nicht, ein wenig auf die Kacke zu hauen und mit „For The Money“ geben die Jungs auch wieder ordentlich Gas. „Better Things“ bedient die Country-Fans aufs Feinste und auch „Green River“ entlehnt entsprechende Versatzstücke und schafft erneut Kuschelatmosphäre. „Glove Letters On Skin“ empfiehlt sich für den Soundtrack des nächsten Tarantino-Films und lässt es wieder amtlich krachen. Bleibt noch der Titelsong „Tattooed Hearts & Broken Promises“, mit dem DEATH & TAXES zu einem letzten Tänzchen bitten.

Wenn sich gebrochene Versprechen so anhören, dann lasse ich mir gern das Blaue vom Himmel in Aussicht stellen. Dass ich das nicht bekommen werde, macht definitiv nichts, weil ich mir stattdessen die Zeit mit erdigem Rock vertreiben kann, der keine Langeweile aufkommen lässt und abwechslungsreich unterhält.
ump

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