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DEATHLIKE SILENCE - Saturday Night Evil

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DEATHLIKE SILENCE
Title Saturday Night Evil
Homepage DEATHLIKE SILENCE
Label SPINEFARM
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Und da haben wir’s doch, eine weitere Düster-Rock-Platte aus dem Land der tausend Seen. Ob da Väinämöinen nicht zu viel kriegt? Man weiß es nicht. Glücklicherweise handelt es sich bei „Saturday Night Evil“ von DEATHLIKE SILENCE weder um einen apathischen und überdrüssigen Anfall finnischer Melancholie, noch um ein märchenhaftes Metalkindermädchen wie NIGHTWISH. Ähnlichkeiten zu letzteren sind definitiv nicht zu leugnen, doch ist die atomische Grundstruktur bei der totenhaften Stille einfach eine andere.

Die Songs drehen sich – leider auch mit Drehungen um die eigene Achse – wirklich nur um den Dreh- und Angelpunkt; alles Pomphafte, auch nur annähernd Vielschichtige wird konsequent ausgeklammert. Dafür bekommt der Mitternachtssonnengeschädigte im Gegenzug leicht verdauliche, midtempolastige, rockige Gothicbilder schmack- und schmucklosester Natur. Ein gitarristisches Ausschweifen in Old-School-Metal-Gefilde ist dabei stets vordergründig: Exaltierte Egogitarrensoli plus griffige Powerchord-Riffs. Das funktionierte schon immer und funktioniert auch bei DEATHLIKE SILENCE. Aufgrund der doch sehr überschaubaren und auf Wiederholung getrimmten Arrangements macht es wenig bis gar keinen Sinn, eine detaillierte Trackanalyse abzuliefern, heben die einzelnen Songs sich doch nicht großartig voneinander ab. Die Strophe fungiert stets als Vorbereitung auf den Refrain und die dezent ins wahrnehmbare Notenbild eingebauten Zwischenstücke und Brückenverbindungen dienen auf elf Strecken stets dem gleichen Ziel: Die klassische Struktur leicht zu durchbrechen und für ein bisschen Abwechslung zu sorgen. Der Gesang von Ms. Maya ist schon etwas mehr als durchschnittlich, der Rest leider nicht.

Wer also auf extrem simplizistischen, operettenhaften Old-School-Metal mit Gothic-Anleihen steht, kann hier bedenkenlos zugreifen. Nichtsdestotrotz traue ich der Band nicht mehr als unsichtbare Marktlückenfüllung einer gar nicht vorhandenen Lücke zu. So viel dazu. Was übrig bleibt: Totenstille nach einer halbgaren Rückkopplung!

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