Band Filter

DEATHSTARS - Synthetic Generation

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DEATHSTARS
Title Synthetic Generation
Homepage DEATHSTARS
Label NUCLEAR BLAST
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.8/10 (4 Bewertungen)

Aus der Asche der schwedischen Formation Swordmaster sind die DEATHSTARS emporgestiegen. Wie die Legende besagt, entschloss man sich nach einem Konzert im Januar 2000 in Stockholm zu einem radikalen Schnitt, mit dessen Umsetzung nicht nur eine Namensveränderung, sondern auch ein aufpoliertes Erscheinungsbild sowie eine völlig neue musikalische Ausrichtung einherging. Statt Black/Death hat man sich nun dem Industrial Metal zugewandt. Man sollte sich vom Bandnamen also nicht täuschen lassen.

Der „Synthetic Generation“ haben sich von der ehemaligen Besetzung bis auf Drummer Nicklas Rudolfsson alle Bandmember angeschlossen. Den vakanten Posten hat in der Folge Bone W Machine aka Ole Öhman (ex-Dissection) in Beschlag genommen. Mit LED Recordings / Universal wurde auch schnell ein interessierter Partner gefunden, der bereits 2001 das vorliegende Debutalbum zumindest in Schweden veröffentlichte, wo man einige Chartplatzierungen einfahren konnte. Es dauerte eine Weile, bis die Information die Runde machte, dass ein neuer Sheriff in der Stadt ist, aber dann fand eine Allianz mit Nuclear Blast statt, welche sinngemäß den Weg bereiteten für den Showdown, nämlich einen weitflächigeren Release, und hierfür nun eine gründlich überarbeitete Version bereithalten. Dies schlägt sich insbesondere in einem zusätzlichen Bonustrack (Coverversion des Billy Idol-Classics „White wedding“), einem neuen Cover und den Videos zu „Syndrome“ sowie dem Titelstück zugunsten der potentiellen Erwerber nieder.

Auch auf dem Gebiet des neu-gewählten Sub-Genres können sich die Jungs behaupten, wenngleich dieser Sinneswandel in gewissem Maße mit einem nicht geringen Verlust an Individualität einhergeht. Denn klanglich fühle ich mich in Teilen ganz erheblich an Pain und The Kovenant zu ihrem „Animatronic“-Album erinnert, während optisch ein Bezug zu look-a-likes wie Marilyn Manson, Zeromancer und erneut The Kovenant hergestellt werden kann. Gradlinige Riffs treffen hier auf einprägsame, melodische Refrains sowie einen Haufen Elektronik und formen moderne, eingängige Cyber-Metal-Konstrukte. Die ersten sechs Songs sind alles potentielle Hits und es macht sich deutlich bemerkbar, dass man es nicht mit blutigen Anfängern zu tun hat. Danach wird es zwar nicht wesentlich schlechter, als kleines Manko steht aber zumindest entgegen, dass nahezu bei allen Stücken nach dem gleichem Rezept vorgegangen wird.

Aufgenommen wurde in den heiligen Hallen des Studio Fredman, die Regler für den Mix hat dann Stefan Glaumann bedient, der seine Finger auch schon an der „Mutter“ von Rammstein gehabt hat, so dass hier nichts angebrannt ist. Jedenfalls aufgrund der starken 1. Halbzeit wird daher nach dem bereits erzielten Heimsieg wohl auch noch der ein oder andere Auswärtspunkt hinzukommen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

DEATHSTARS - Weitere Rezensionen

Mehr zu DEATHSTARS