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DECADENCE (GR) - Where do broken Hearts go?

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Artist DECADENCE (GR)
Title Where do broken Hearts go?
Homepage DECADENCE (GR)
Label COLD MEAT INDUSTRY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Eine weitere dekadente Scheibe aus dem Cold Meat Stall, ein weiteres Meisterwerk? Bevor wir diese Frage beantworten (können), vielleicht erst mal etwas zur relativ unbekannten Formation, die aus dem schönen Griechenland stammt. DECADENCE verfügen über keine Internetseite, so ist es relativ schwierig Infos über sie zu bekommen. Folgendes ist verbrieft: Die Hellenen setzen sich zusammen aus Bandkopf Petros, einer Sängerin mit dem schönen Namen Eyphrosyne und dem Gitarristen Elias. Zusammen veröffentlichen sie bereits seit ca 1996 Musik, zumeist auf Vinyl und zumeist auf kleinen Labels, am bekanntesten dürfte die „Something to love, something to spend“-LP auf HauRuck! sein, welche vor 2 Jahren erschien. Nun also bekommen sie die Chance, sich einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

Wer CD-Titel und Cover aufmerksam studiert, kommt schnell zu dem Schluss, dass Pathos und Erotik eine große Rolle im Schaffen der Hellenen spielen, die Bilder im Booklet sind explizit und gleichermaßen sehr gelungen. Wer sie jetzt in der Nähe von ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO einordnet, hat teilweise sicher recht. So enthält Stück Numero 2 einige typische Pianopassagen, welche im Zusammenspiel mit dem männlichen Sprechgesang schon sehr deutlich nach Thomas Pettersson klingen. Allerdings finde ich Petros’ recht weiche Stimme vergleichsweise eher wenig stimmungsvoll, irgendwie entwickeln seine Worte nicht den gewünschten Reiz. Das hat aber sicher weniger damit zu tun, dass er privat auf solche Kapellen wie DEF LEPPARD (!), MODERN TALKING (!!) oder die PET SHOP BOYS steht, von denen DECADENCE auch schon einmal einen Song („Rent“) gecovert haben. Allerdings gehen auch die Südländer bisweilen recht schwülstig ans Werk, was wohl auch ein wenig an ihrem Naturell liegt. So ergibt sich insgesamt eine Mischung aus Neoklassik, Neofolk und leicht militaristischen Tönen (siehe die Percussion, besonders deutlich bei „Do not resist“). Wenn die Dame ihre Fähigkeiten in die Waagschale wirft, wird es sehr lieblich und klassisch, was bei Kompositionen wie „Cold Winter Sun“ durchaus seine Reize hat.

So schleppt sich das Album en wenig über die gesamte Laufzeit, ohne richtige Höhepunkte zu bieten. Die einzelnen Elemente werden sicherlich solide dargeboten, aber ohne die manische Kraft von Vorbildern (?!) wie SPIRITUAL FRONT oder eben ORDO zu erreichen. Aber das ist meine Meinung, andere werden sicherlich die dargebotene Romantik zu schätzen wissen. Von daher eher was für die sanften Seelen hinter den Stahlkappen…

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