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DECADENCE - Chargepoint

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Artist DECADENCE
Title Chargepoint
Homepage DECADENCE
Label HTI RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Wie ich schon beim Review des Vorgängeralbums „3rd Stage of Decay“ annahm, konnte ein Deal bei dieser Ausnahmecombo nur eine kurze Frage der Zeit sein. Zwar sind seit dem Erst-Release des Werks gut 3 Jahre vergangen, aber 2008 wurde ein Vertriebs-Deal mit Massacre Records eingestielt, die das Knallerteil in Europa rausbrachten. Nun folgt also die neue Scheibe (diesmal lizensiert an Warner!) der unglaublichen Schweden um Frontbeauty Kitty Saric, die nicht nur optisch und Haarlängentechnisch eine Augenweide ist, sondern auch am Mikro glänzt und sich hinter einer Angela Gossow absolut nicht verstecken muß. Nebenbei ist sie auch Labelinhaberin (HTI Records, wo alle Bandsachen erscheinen) und Managerin der Band! Vielen dürfte sie über myspace bekannt sein (Metallic Kitty). Doch letztendlich muß ja die Mucke rocken und da hat man nochmals einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht.

Klar, bei dem aggressiven Shouting Kittys denkt man sofort an ARCH ENEMY. Deren Fans dürften auch mit DECADENCE ohne Probleme warm werden. Allerdings gehen die auf „Chargepoint“ wesentlich Thrash Metal-lastiger und vor allem technischer zu Werke als ihre Landsleute. Wer DEATH und Chuck Schuldiner immer noch auf einem speziellen Sonder-Altar aufgebaut hat (wo er zweifelsfrei hingehört!!!), der darf getrost auch bei dieser Scheibe ausflippen! Pfeilschnelles Geschrote auf höchstem Niveau steht in Eintracht mit gefühlvollen melodischen Parts, die Gitarren erinnern an den einzigartigen Chuck, ohne ihn einfach blind zu kopieren – das hat man im Hause DECADENCE nicht nötig. Alle Musiker könnten sofort ohne Probleme bei CYNIC oder PESTILENCE mitmischen. Die Produktion ist schön fett und dennoch klar geraten, scheppert nur leider etwas arg im Schlagzeugbereich. Moderne Anbiederungen oder Sounds sucht man hier glücklicherweise vergeblich! Das hier ist technischer Thrash/ Death Metal im ursprünglichen Sinn. Wenn man sich mal die wirklich extrem schmale Statur von Kitty vor Augen hält, fragt man sich, wo sie all die Aggression und tiefen Growls herholt. Leider bringt es dieses Killerteil nur auf knapp 38 Minuten. Vorteil der Kürze:ihr könnt schneller wieder von vorne starten! Denn los geht´s mit dem Mordsbanger „Discharge“, der zu Beginn groovt wie Bolle und dann rasant lossprintet, insgesamt aber nicht so extrem schnell ist, da immer wieder mächtige slow-down-Parts über den Hörer hinwegrollen. Der Chorus geht einem nicht mehr aus dem Ohr raus und das Riff prägt sich nachhaltig ein, die Soli sind ebenfalls Chuck-Kompatibel. Absolute Rakete, der mit „Silent Weapon (For a Quiet War)“ das nächste Meisterstück folgt. Bei dem melodisch-melancholischen Lead-Riff brauchst Du nur die Augen schliessen und Mr. Schuldiner erscheint vor Deinem geistigen Auge – eine perfektere Fortführung seines Vermächtnisses kann ich mir nicht vorstellen! Wohlgemerkt: Fortführung nicht Kopie! Bei den mordsschnellen Doublebass-Passagen werden auch alle Bay Area-Fans voll auf ihre Kosten kommen. „Out of Ashes“ ist etwas getragener und noch melodischer, was enorm Abwechslung bringt und mit seinem AMON AMARTH-feeling für viel Fahrt auf einigen Tanzflächen sorgen sollte. Ein treibender Ohrwurm, der nur noch von dem absoluten Übersong „Point of no Return“ getoppt wird! DEATH-Lunatics: Hören… Träumen…Bangen! Das Mordsriff (und die atmosphärischen Leads, die geilen Soli etc.) im Chorus ist mal eben das geilste Teil, was ich seit „The Sound of Perseverance“ gehört hab! Und ich hab Unmengen gehört seitdem… Treibender und packender geht nicht, schon allein dafür lohnt es sich, die Scheibe zu kaufen. Recht schnell ballert man auch im von atmosphärischen Parts durchsetzten „Strength of Mind“, während „Fast Forward“ ein wenig entspannter und auf Melodie bedacht rifft, bevor im Chorus wieder die walzende Keule ausgepackt wird. Die BOLT THROWER des Thrash Metal sozusagen! Vollen Thrash Metal-Alarm mit eingebauter Bang-Garantie gibt´s mit „Challenge“, das Solo haut erneut von den Socken und fußt eher im 80er-Heavy Metal, was aber ebenso perfekt passt wie die Mitgröhlbackings. Track Numero 8 „Be Home when I’m Gone „ist dann leider schon der Letzte dieses rundum anbetungswürdigen Meisterwerks. Auch hier zeigt man nochmal alle Facetten auf, Gebrette steht neben formidablen Ohrwurm-Melodien, aggressives Shouting neben Atmosphäre, Technik und Songwriting ergänzen sich optimal und machen „Chargepoint“ zum unverzichtbaren Pflichtkauf!!! Erst im Schlusstrack „Demons Run“ werden ruhige Akustiktöne angeschlagen zu Beginn, bevor dieses schöne Instrumental mächtig riffend Fahrt aufnimmt und die Gitarristen nochmal zeigen, wieviel Gefühl sie in den Fingern haben.

Ein phänomenales Album, das sich niemand entgehen lassen sollte!

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