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DEEP PURPLE - Stormbringer 35th Anniversary (CD/ DVD)

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Artist DEEP PURPLE
Title Stormbringer 35th Anniversary (CD/ DVD)
Homepage DEEP PURPLE
Label EMI
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Wie der Vater, so der Sohne… So lässt sich doch die grundlegende Musiksozialisation des Rezensenten auf einen Punkt bringen. Während man im vorpubertären Alter eigentlich ganz glücklich mit seinen A-HA und SANDRA Kassetten war, lächelten einem aus des Erzeugers Plattenschrank doch einige unheimlich interessante Plattenhüllen an: AC/DCs „Highway To Hell“, SABBATHs „Paranoid“, „Relics“ von den FLOYD, allesamt Alben, die unerklärlicherweise heute noch in meinem Besitz sind und immer noch verehrt werden (auch wenn die musikalische Erleuchtung erst mit der Hardcore-/ Metal-Phase Einzug hielt). Und dann war da noch „Stormbringer“ von DEEP PURPLE, die mich zwar vom Artwork unheimlich ansprach, aber musikalisch nicht so recht zünden wollte… Stattdessen wurde die fantastische Mark I&II Compilation (mit dem knackigen Frauenhintern auf dem Backcover) annektiert…

Nun liegt also dieses ominöse Album als remasterter Silberling im heimischen Player und verbreitet nichts anderes als gute Laune! Damit sind fast alle Veröffentlichungen der vor fast über 40 Jahren gegründeten Band in neuem Sound erhältlich, nur der Nachfolger „Come Taste The Band“ lässt noch etwas auf sich warten. „Stormbringer“ war der zweite Streich des Mark III Line-Ups (Mark I umfasste die Phase mit Rod Evans als Sänger, größter Hit der Zeit: „Hush“ (welches übrigens eine Cover-Version von BILLY JOE ROYAL war), die Mark II Besetzung wurde von Ian Gillan komplettiert, „Smoke On The Water“ natürlich der Signature-Track der Zeit!). 1973 wurde dann David Coverdale Frontmann der wandelbaren Hardrocker und mit dem Album „Burn“ den Fans vorgestellt. Dann kam der „Bringer des Sturms“ und brachte erst einmal nichts anderes als ratlose Gesichter… Regelrecht funky, sehr bluesig, aber overall unheimlich soulig waren die neun Tracks und brachen aus dem erwarteten Schemata der vorangegangenen Scheiben aus. Und so war es auch kein Wunder, dass die unbedarften Finder der originalen Bänder des Albums in den Abbey Road Studios zuerst an EARTH, WIND & FIRE dachten und nicht an die Riffrocker vor dem Herren… Aber wie gesagt, im Nachhinein betrachtet ein wunderschönes Album, mit einem herrlich funkigen „You Can’t Do It Right“, einer riffbetonten Titelnummer und einem souligen „Love Don’t Mean A Thing“. Das alles immer ein wenig an LED ZEPPELIN erinnernd, wenn diese sich ebenfalls an diesen Ingredienzien versuchten. Lediglich die Ballade „Soldier Of Fortune“ erscheint ein wenig misslungen, zieht den positiven Gesamteindruck aber keineswegs herunter…

Die CD beinhaltet als Bonus noch fünf neue, jedoch recht redundante Remixe, die vom Bassisten Glen Hughes im letzten Jahr in den Abbey Road Studios angefertigt wurden. Die DVD bildet das Album in seinem originalen quadrophonischen Mix (einem Vorläufer des Dolby Surrounds, der Mitte der Siebziger Jahre von Künstlern wie PINK FLOYD oder MIKE OLDFIELD erprobt wurde) ab, ist aber „State Of The Art“ 5.1 DTS (ähnlich wie die famosen GENESIS Remasters, klingt auch fast so gut). Eine Stereo-Version ist natürlich auch enthalten (NEIL YOUNGs Lieblingsformat). Im Hintergrund kann eine Slide-Show mit Cover-Abbildungen betrachtet werden. Das Booklet ist überaus informativ und erzählt ausufernd die Geschichte des Albums. Alles in allem natürlich ein tolles Package! Aber liebe EMI: Solche Veröffentlichungen gehören zumindest in einem aufwendigen Digipack verpackt und nicht in ein schnödes Jewel-Case gepfercht. Ich denke nur an die „Deluxe“ und „Legacy“ Editionen der Konkurrenz. Aber sobald alle Alben vollzählig erneuert sind, kommt sicherlich die nächste Sammlerbox… Bis dahin sei Fans die Anschaffung natürlich empfohlen!

Kommt auch als 2LP-Vinyl-Version; auf der ersten Scheibe befindet sich das remasterte Album, auf der zweiten vier Remixe, eine instrumentale Version von „High Ball Shooter“ und drei Quad-Mixes. Ein wenig willkürlich das Ganze, da wäre eine dritte LP sicherlich konsequenter gewesen.

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