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DEFY THE LAWS OF TRADITION - GameChanger

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Artist DEFY THE LAWS OF TRADITION
Title GameChanger
Homepage DEFY THE LAWS OF TRADITION
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.8/10 (8 Bewertungen)

Wohow! Was ist denn das? Vier lange Jahre und unendlich viele saugute Support-Gigs – unter anderem mit SOULFLY, NILE, FIRST BLOOD und aktuell KILLSWITCH ENGAGE –  hat man warten müssen, bis DEFY THE LAWS OF TRADITION (DTLOT) endlich mit einer neuen Langgrille aus dem heimischen Soundsystem dröhnen. Und dann gibt’s im Opener, der sich passenderweise auch noch „Closure“ schimpft, erst mal nur Sand auf den Sargdeckel. Begraben werden ohrenscheinlich alte musikalische Zöpfe und machen den Weg frei für über eine Stunde ordentlich eingängigen Wumms. Also auf in den Neuanfang! 

So steht der Titeltrack „GameChanger“ exemplarisch für den Rest des Albums: melodischer, technisch anspruchsvoller, amerikanischer Metalcore inkl. herrlich nackenbrechenden Passagen, Cleangesang mit Ohrwurmcharakter und reichlich Gitarrenvirtuosität. Was will das kernige Metalherz mehr? Wer da gelangweilt abwinkt, dem durchdachten Songwriting und ungewöhnlichen Songstrukturen – „Scapegoat“ –  abgerundet von Sänger PhilTs ansprechenden Cleans nichts abgewinnen kann, sollte wenigstens das treibende Riff in „Here’s To Hell“ würdigen und sich nach Möglichkeit einmal live geben. Überraschung die zweite: Das seltene Genre der Halbballaden “WCDTOS (Six Years)” bietet gemeinhin eine Menge Stolperfallen, die DTLOT mit eingängigen pulsierenden Refrains gekonnt zu umschiffen wissen, um anschließend mit einer ordentlichen Portion Jazz aufzutrumpfen: „Live And Let Nerd“! „GameChanger“ hält, was es verspricht, glänzt vor kraftvollen Riffs und groovenden Soli. Mit „Hang.In’“, eingespielt auf 8-Saiter-Gitarren, gibt’s noch einmal ordentlich auf die Ohren, während die anschließende Ballade „Stripped“ gesanglich das absolute Highlight der Platte stellt. Erneut eine dramaturgisch unerwartete Wendung nimmt „GameChanger“ mit der abschließenden Trilogie „ONE: Desire“, „TWO: Despair“ und „THREE: Death“, in denen DTLOT ihre umfangreichen musischen Qualitäten ausführlich unter Beweis stellen. Irgendwo zwischen Rap, Jazz, epischem Metal in bester IRON Maiden-Manier und weiblichem Sanges-Gastspiel geht ein roter Faden trotz der dreigliedrigen Aufteilung leider verloren – schade!
 
„GameChanger“ ist wahrlich kein „Mängelexemplar“, geht aufgrund der anspruchsvollen Lyrics, eingängigen Melodien und fetten Produktion gleich ins Ohr. DLTOT sind Profis, vor allem aber Musiker aus Leidenschaft, deren ganzes Herzblut in diese Albumessenz geflossen ist. Kaufen! 

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