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DEFY THE LAWS OF TRADITION - Till Death Us Part

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Artist DEFY THE LAWS OF TRADITION
Title Till Death Us Part
Homepage DEFY THE LAWS OF TRADITION
Label HT-MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.8/10 (4 Bewertungen)

Nein, mit Emocore haben diese Jungs nun wirklich nichts zu tun. Wer bei Musik mit Emotionen sofort an halbherzige Fashion-Bands denkt, der lasse sich hier eines Besseren belehren. DEFY THE LAWS OF TRADITION verkaufen sich nicht an irgendwelche Trends und das, was hinter „Till Death Us Part“ steckt, ist alles andere als halbherzig: der Tod eines nahen Freundes veranlasste die Band, eben dieses Konzeptalbum zu kreieren. Anstatt eines einzigen Trauerpfades zeugen die Texte von einer Geschichte, die die Zeit rund um den Vorfall Revue passieren lassen und wie ein Befreiungsschlag aus der Agonie wirken. An persönlichen Emotionen mangelt es der Scheibe daher nicht.

Der Hörer steht somit auch wahrlich einem musikalischen Wechselbad der Gefühle gegenüber. Beim Opener „Sirens“ wird schlagartig in der ersten Runde die Keule geschwungen. Mit dicken Gitarren prescht man sich durch den Song, vorbei an einem Refrain, der fraglos mit dem cleanen Gesang nochmal eine Ecke druckvoller wird. Plazierte Breakdowns treten deftig ins Gesicht und Shouter Nico tritt mit voller Stimmgewalt gleich nochmal hinterher. Mit knackigen Dampfhammern, ganz im Stile der nationalen und internationalen Vorreiter, wird hier nicht gegeizt. „Good Mourning“ und der Titeltrack „Till Death Us Part“ sind exzellente Beispiele dafür, wie man ordentlich nach vorn schredden und dem geübten Mosher die eine oder andere Runde im rotierenden Pit versüßen kann. Brachial verleihen die Jungs der eigenen Vergangenheit ein zerschlagenes Gesicht, das sich, neben schnellen Riffs und viel metallischer Instrumentalarbeit, in ruhigen Passagen nicht weniger verständlich äußert. Reichlich bedient hat man sich daran in Songs wie „My Last Mistake“, „A Promise To Be Kept“ und dem fast ausschließlich balladesk anmutenden „Black Tears Of Sorrow“, die nicht nur mit Härte protzen können, sondern vor allem durch den melodiösen Gesang, der im Zusammenspiel mit den dominierenden Shouts noch eindrucksvoller klingt, Ausdruck bekommen. Dass den Songs an mancher Stelle ein bisschen der Wind aus den Segeln genommen wird, ist daher durchaus verzeihbar.

Das auf MetalCore gebaute Gerüst wird sicherlich auch das ein paar “Szene-Kids” anlocken, aber DEFY THE LAWS OF TRADITION finden mit ihrem Sound die optimale Mitte aus Härte und Emotion, so dass sie weder kitschig, noch zu monoton oder streng klingen. Somit ist das Album nicht nur ein Ventil für die Band selber, sondern es lässt die Hörer an der Story um „Till Death Us Part“ großzügig teilhaben und verpackt das ganze auch noch in einem vielfältigen Sound. Das ganze Paket weiß rundum zu überzeugen. Daumen hoch!

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