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[D]EKADEN[Z] - Elek_tr.onoid

VN:F [1.9.22_1171]
Artist [D]EKADEN[Z]
Title Elek_tr.onoid
Homepage [D]EKADEN[Z]
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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Dekadenz bedeutet soviel wie Verfall einer Gesellschaft oder einer Idee. Dekadenz hat etwas mit der Umkehrung von alledem zu tun, was in jeweiligen Dingen das Naheliegende, Sinnvolle und vor allem Produktive wäre. So wählten die 4 Musiker L.O.S., Virus, [P]_Dead und @noiZe aus Nordrhein-Westfalen den Bandnamen [D]EKADEN[Z], um Ihre musikalische Botschaft unters Volk zu bringen. In Eigenproduktion entstand jetzt das erste Demo-Album namens „Elek_tr.onoid“. Die Formation, die sich dem Genre Dark Cyber Metal zuordnet, ist momentan auf der Suche nach einem passenden Label.

In dieser weiteren Spielart des Metals wird melodischer Blackmetal mit EBM-Elementen zu einem druckvollen Gesamtsound vereint. „Elek_tr.onoid“ beginnt atmosphärisch und bombastisch mit dem Intro „Bootsektor“. Ein reines Instrumentalstück aus Streichinstrumenten und schleppenden Gitarren. Völlig unvorbereitet donnert einem danach das Stück „Menschheitsgrab“ um die Ohren. Das komplette Gegenteil zum Intro mit Gitarren, Keyboards und düster verzerrten Schrei- und Grunzvocals. Textlich passend zum Bandnamen geht es um den Untergang der Menschheit. Die besten Songs des Demos sind für mich „Träumer“ und „vom Untergang“, weil beide Titel einen großen Anteil Melodie beinhalten, und mich die tief grunzende Stimme mehr überzeugt als das teilweise undefinierbare Gekreische in einigen anderen Stücken. Es lassen sich auch leichte Züge von Gothic Metal erkennen, was mich ebenfalls begeistert. Steril und unschlüssig empfinde ich die Titel „Mechatronik“ und „Unvergessen“, die mit Schrammelgitarren, schroffen Geschwindigkeiswechseln und zahlreichen, überflüssigen elektronischen Einspielern aufwarten. Beide Titel lassen den Wiedererkennungswert der Band nicht gerade steigen.

Mit „Elek_tr.onoid“ ist ein abwechslungsreiches Debüt gelungen, was allerdings an vielen Stellen die Inspirationsquellen zu leicht durchscheinen lässt, zum Beispiel die Arrangements bei „hörst du die Engel singen“ klingen stark nach RAMMSTEIN. Bei der Fülle an Metal Acts ist es nicht einfach sich zu etablieren und herauszuheben. Ein Anfang wurde allerdings schon durch die eigenwillige Genrekreation „Dark Cyber Metal“ gemacht, was wirklich gut zum gehörten Material passt.

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