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DELPHIC - Collections

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Artist DELPHIC
Title Collections
Homepage DELPHIC
Label COOPERATIVE
Leserbewertung
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1.0/10 (1 Bewertungen)

Bei „Collections“, dem neuen Album von DELPHIC, handelt es sich nicht um ein Best-Of, was bei einer so jungen Band auch verwunderlich wäre, sondern um das zweite Werk der Band aus Manchester. In Hinblick auf den Titel kommt beim Hören die Assoziation auf, dass die drei Musiker eine Sammlung diverser Musikrichtungen auf Ihrem Album verarbeitet haben.

Mit „Of The Young“ haben DELPHIC den perfekten Opener für „Collections“ gewählt. Bereits mit den ersten Takten wird deutlich, dass sich die Band musikalisch verändert hat. Zwar findet keine Abkehr vom Elektrosound statt, aber eine deutliche Reduzierung desselbigen. Einige Synthesizer werden durch Sampler ersetzt und der Gesang von James Cook tritt deutlich in den Vordergrund. Besonders bei „Freedom Found“ und dem sechsminütigen „Atlas“ tritt seine prägnante Stimme, die auch erstaunlich hoch daher kommen kann, in den Vordergrund. Ihre Neigung zu Soundtüfteleinen und dem Experimentieren mit anderen Musikrichtungen haben die Drei vorangetrieben. Der neue Sound wird u.a. mit Klavier, Chören und HipHop-Elementen angereichert. So setzt der zweite Track „Baiya“ mit Streichinstrumenten ein und für einen kurzen Moment denkt man, der Sänger von MAROON 5 steuert ein paar Zeilen zu diesem, auf Charttauglichkeit produzierten, Song bei. Das darauffolgende „Changes“ wirkt zu Beginn durch den Einsatz von Klavier und dem Gesang entschleunigt, bis die Beats und der Sprechgesang einsetzen. Die Kombination aus Gesang und Sprechgesang funktioniert bei diesem Track, da die HipHop-Elemente wohldosiert eingesetzt wurden. Dagegen wirkt der Sprechgesang bei „Exotic“ wirklich etwas exotisch. Die Herausforderung bei diesem Album ist, dass man es musikalisch nicht einordnen kann, wie bei „Exotic“ und „Memeo“ ist man hin – und hergerissen: ist es ein Dancealbum oder ein Popalbum? Sind die Tracks tanzbar oder chillt man lieber dazu? Es bedarf mehrmaliges Hören, um sich musikalisch dem Album anzunähern bzw. die ganzen Soundebenen zu erfassen, dann möchte man sich aber „Collections“ nicht mehr aus der eigene Musiksammlung wegdenken. Nur bei dem Song „Tears Before Bedtime“ kommt die Skiptaste zum Einsatz, denn eine Frauenstimme, die auf einen Anrufbeantworter spricht, möchte man sich nicht über die Dauer eines kompletten Tracks anhören. Dagegen bleibt „The Sun Also Rises“ im Ohr hängend und zu „Don`t Let The Dreamers Take You Away“ kann man in den Abend chillen.

In der Gesamtheit ist DELPHIC ein poptaugliches und abwechslungsreiches Album mit eingängigen Melodien und Beats gelungen.

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