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DEMIANS - Building an Empire

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DEMIANS
Title Building an Empire
Homepage DEMIANS
Label INSIDE OUT
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Diese Scheibe ist ein Meisterwerk! Eigentlich könnte man diesen Satz allein für sich stehen lassen, denn besser kann man diesen Trip in die Tiefen alternativer Rockmusik nicht umschreiben. Was die ganze Sache noch unglaublicher macht: Das komplette Album wurde von einem einzelnen Menschen erdacht und eingespielt! Dieser Mann hört auf den Namen Nicolas Chapel, ist Franzose und ein verdammtes Genie, denn die Instrumentierung von „Building an Empire“ hört nicht nur bei Drum-, Bass- und Gitarrenparts auf, sondern reicht bis hin zu orchestralen Elementen, wie z.B. String-Arrangements. Aber auch Beats, Samples und Loops gehören genauso zum einnehmenden Soundbild.

Und das faszinierende ist: Alle Instrumente erklingen auf höchstem Niveau: Melancholische Akustik- genauso wie sägende Rhythmusgitarren, Tibal-Drumming ebenso wie pulsierende Double-Bass-Parts. Alles fließt in einem Strom: Nach dem ausgetrockneten Flussbett folgen die mitreißenden Stromschnellen… man schaut sich das Treiben am Ufer an, um danach wieder voll in die Paddel zu greifen. Und so abgedroschen das Ganze hier klingen mag: Auf „Building an Empire“ trifft es ganz einfach zu. Chapels Stimme wirkt einladend, melancholisch-melodisch und gibt dem ganzen Werk seine überstrahlende Stimmung. Er mag vielleicht nicht der beste Sänger aller Zeiten sein, aber es passt einfach zu seiner Musik. Das ist eine Platte zum hinsetzen und erleben, sich einfach mal die Kopfhörer aufsetzen und sich tragen lassen. Natürlich kann man einen Song wie „Naive“ einfach mal so genießen – auch isoliert vom Albumkontext eine tolle Nummer mit richtigem Hitpotential!

PORCUPINE TREE Mastermind Steven Wilson hat dieses Werk schon als „eines der verbindlichsten und vielseitigsten Debütalben“, die er je gehört hat, geadelt. Inside Out haben den richtigen Schritt getan, sich diesen Mann unter den Nagel zu reißen, denn auch wenn DEMIANS nicht unbedingt mit den Old-School-Proggern verglichen werden können, die ansonsten auf dem Label zu finden sind, macht die Verpflichtung Sinn. Kleinere Parallelen zu OSI, DEAD SOUL TRIBE oder CHROMA KEY können nämlich dennoch gezogen werden. TOOL, THREE und ARCHIVE dürfen gerne als weitere Einflüsse anerkannt werden, aber DEMIANS klingen jederzeit nach einer Einheit, die einfach für sich stehen kann.

Für zukünftige Live-Auftritte ist ebenfalls gesorgt, denn Herr Chapel hat nach langer und intensiver Suche Mit-Musiker gefunden, die ihn zukünftig unterstützen werden. Man kann gespannt sein, wie sich dieser Trip live reproduzieren lässt. Dies ist kein Single-Album, dies ist ein Statement zum Album als Ganzes, als Mittel zum künstlerischen Ausdruck. Acht Tracks in knapp 57 Minuten sprechen eine deutliche Sprache (der Erstauflage ist sogar noch ein weiterer 9 minütiger Track hinzugefügt worden). Ich kann nicht anders umhin, als die volle Punktzahl für dieses wunderbare Stück Musik zu zücken! Toll!

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