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DEPRESSED MODE - Ghosts of Devotion

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Artist DEPRESSED MODE
Title Ghosts of Devotion
Homepage DEPRESSED MODE
Label FIREBOX RECORDS
Leserbewertung
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Also so langsam möchte ich wirklich mal wissen, was bei denen Finnen im Wasser oder wo auch immer ist, was dieses Völkchen so viele hochqualitative Bands hervorbringen lässt. Als wäre es nicht schon genug gewesen, dass SWALLOW THE SUN in diesem Jahr mit „Hope“ ein absolut wunderbares und ergreifendes Stück DeathDoom auf die Menschheit losgelassen haben, nein, auch die Jungs von HANGING GARDEN veröffentlichten ein Album, was ebenfalls zu überzeugen wusste. Und jetzt flattert gleich das nächste höchst depressive Stückchen Doom herein. Denn was DEPRESSED MODE da mit „Ghosts of Devotion“ vollbracht haben, kann sich ohne weiteres in die finnische erste Liga mit einreihen und macht dem Bandnamen alle Ehre. Allerdings habe ich gegen diese Art von Depression, solange sie musikalischer Art ist, sicherlich nichts einzuwenden.

Man geht mit weniger Todesblei zur Sache als die Landsmänner von STS, eher melodisch-bombastisch, aber nicht minder depressiv und ergreifend. Eigentlich ist solch eine Scheibe viel zu depressiv für die sommerliche Jahreszeit könnte man meinen, aber da einen das Wetter momentan eh mehr oder weniger im Stich lässt, kann man auch genauso gut mit diesem Werk für eine Weile in die Doomwelt abtauchen. Abtauchen, das passiert einem mit „Ghosts of Devotion“ nämlich nur allzuleicht, weil diese Musik einen so richtig in ihren Bann zieht. Das dürfte mal wieder eines dieser „Kopfhörer-Alben“ sein, ein Album, welches einem erst mit diesem Hilfswerkzeug das richtige Klangerlebnis schenken kann. Teils bombastisch, teils einfach nur äußerst atmosphärisch mit leicht hypnotischem Charakter leidet Sänger Ossy Salonen mit cleanen Vocals sowie auch Growls, bei denen er übrigens Genrekollegen Miko Kotamäki von SWALLOW THE SUN in einigen Passagen in fast nichts nachsteht. Unterstützt von weiblichem Gesang (Natalie Koskinen – SHAPE OF DESPAIR) in einigen Songs. Auf der Scheibe findet sich auch eine Coverversion von BURZUMs „Dunkelheit“ und auch wenn ich wahrlich kein Fan dieses wirren Kopfes hinter eben genannter Formation bin, muss ich zugeben, dass die Coverversion wirklich gelungen ist. Allerdings hätte eine Band, die genügend eigene, wirklich wunderbar ergreifende Stücke schreiben kann, ein solches Lied nicht auf die Scheibe packen müssen. „Ghosts of Devotion“ weiß auch so auf ganzer Linie zu überzeugen! Da bleibt mir nur noch eines zu sagen: Antesten und im Auge behalten! Jeder Doomfan (und vielleicht diejenigen, die es noch werden wollen) kann hier eigentlich bedenkenlos zugreifen.

Enjoy and be depressed!

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