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DER ARBEITER - Reflejos del sol

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Artist DER ARBEITER
Title Reflejos del sol
Homepage DER ARBEITER
Label DIVINE COMEDY RECORDS
Veröffentlichung ..
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DER ARBEITER, im bürgerlichen Leben Juan A., stammt aus Santiago de Chile. Von daher hätte er sich natürlich auch El Trabajador nennen können, wenn ihm da nicht ein deutsches Buch seines Großvaters aus den 30-er Jahren in die Hände gefallen wäre, welches Abbildungen von Arbeitern enthielt, die ihn aufgrund ihres verkörperten Willens, ihrer Präzision und Kraft ungemein fasziniert haben. Demnach besteht zumindest kein unmittelbarer Bezug zu Ernst Jüngers gleichnamigem Buch, dafür nicht nur aufgrund der Herkunft aber eine unschöne Verbindung zu Miguel Serrano. Da derartige Verknüpfungen jedoch auf die musikalische Seite des ARBEITERs äußerlich keinen Einfluss haben, wollen wir uns hier gleichwohl mit dieser beschäftigen.

Bei „Reflejos del sol“ handelt es sich bereits um das Debütalbum aus dem Jahre 2004, das uns im Zuge aktueller Veröffentlichungen vom französischen Label Divine Comedy Records zugespielt worden ist. Die Zeit bis zur Veröffentlichung des noch ausstehenden Nachfolgers „Holzwege“ hat sich DER ARBEITER seitdem mit Beiträgen zu einigen Compilations wie „Wir rufen Deine Wölfe“ oder „Gloria Victis, Vae Victis“ sowie dem Split-Album „Hope dies in winter“ unter anderem mit H.E.R.R. vertrieben. Stilistisch bewegt sich „Reflejos del sol“ im Bereich atmosphärischer, leicht obskurer (Minimal-)Elektronik, die sowohl einige Ambient-Züge als auch einzelne Ausflüge in bombastischere Gefilde („Patmos“) aufweist. Teilweise werden diese Miniaturen unterlegt mit ansatzweise tanzbaren Beatstrukturen, an anderer Stelle erklingen stattdessen als Kontrast kältere, geloopte Rhythmus-Muster. Hinzu kommen Perkussion-Elemente oder auch mal Akustikgitarre, wodurch sich auch ein martialischer Kontext entdecken lässt. Ebenfalls soll auf diese Weise ausweislich eines Interviews mit Juan eine Kombination von Tradition und Moderne erfolgen.

Als vage Anknüpfungspunkte können je nach Song Bands wie DER FEUERKREINER, Ô PARADIS und ALLERSEELEN genannt werden. ALLERSEELEN ist darüber hinaus insoweit ein gutes Stichwort, als auch DER ARBEITER zum Teil Fremdtexte, so etwa von Rilke oder Hölderlin, vertont. Dennoch haben die Stücke überwiegend Instrumental-Charakter, da nur stellenweise, zumeist geflüsterte oder jedenfalls dezente, Spoken Words Passagen vorhanden sind. Zu guter Letzt findet sich mit „Llamamos a tus lobos“ noch der Beitrag zum besagten „Wölfe“-Sampler in leicht abgewandelter Version wieder. Insgesamt eine beinah chillige, für manche aber vielleicht auch eher ermüdende Angelegenheit, oder wie die ARBEITER Homepage besagt: „Easy listening for iron youth“.

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