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DER BLUM - Was bleibt

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Artist DER BLUM
Title Was bleibt
Homepage DER BLUM
Label UNSERALLEREINS
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Jörg Holdringhausen ist der Kopf hinter DER BLUM. Seit 2000 prägt er mit der Band TELE nachhaltig die deutsche Indie-Szene und bei JUDITH HOLOFERNES war er in den 2010er-Jahren ebenfalls als Bassist, aber auch als Co-Autor mit von der Partie. Für DER BLUM holte er sich den Saxofonisten Benno Schmitz ins Boot, um das Abwegige und Skurrile in die deutsche Popmusik zu bringen. Komplettiert werden die beiden durch den Drummer Marlon Browden. Hat sich Jörg bislang eher im Hintergrund gehalten, drängt es ihn mit „Was bleibt“ in den Vordergrund, denn er trägt seine Texte selbst vor. Selbige werden im Übrigen in mitunter etwas vertrackte Tonfolgen verpackt.

So empfängt der Opener „Toyboy“ die geneigte Hörerschaft mit fiebrigen Jazz-Vibes, während das nachfolgende „Erste Schritte“ eingängiger daherkommt. „War ja klar“ übernimmt mit einer dräuenden Schwere, während der flirrende Titeltrack „Was bleibt“ erneut die Jazz-Karte zieht. Das zarte „Annabell“ könnte auch ein Lied sein, das ursprünglich mal für JUDITH HOLOFERNES gedacht war, wohingegen „Der Traum (Schlaf)“ erneut das Saxofon stärker in den Fokus rückt. „Der Stern“ gefällt mit einem sanften Groove, „Heroin“ mit dem Satzgesang der Herren Holdringhausen und Schmitz und das reduzierte „Tief in der Nacht“ mit seiner Spoken-Word-Poesie. Was passiert nicht alles an einem „Küchentisch“? Der melancholische Closer berichtet davon im Speziellen.

Nein, dem Mainstream werden DER BLUM und „Was bleibt“ nicht gefallen. Dafür hat der Erstling zu viele Ecken und Kanten. Aber wer gern genauer hinhört und es ein wenig anspruchsvoller mag, wird mit Sicherheit die Lyrics lieben und die Eigenwilligkeit der Musik zu schätzen wissen.

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