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DER BLUTHARSCH - Live at the Monastery

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Artist DER BLUTHARSCH
Title Live at the Monastery
Homepage DER BLUTHARSCH
Label WKN/ TESCO
Leserbewertung
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4.8/10 (6 Bewertungen)

DER BLUTHARSCH live – Braucht die Welt so eine Veröffentlichung? Ich denke, nach unzähligen regulären Tonträgern sowie Anfeindungen politischer wie künstlerischer Natur ist es an der Zeit auch mal diese Facette von Austrias „Staatsfeind Nr.1“ ans Licht der Welt zu bringen. Ihr müsst ja nicht hinhören. Kurz zur Geschichte dieser Aufnahmen: Ursprünglich wollte man den Vittoriale Auftritt in Italien mitschneiden, der aufgrund diverser Umstände dann nicht stattfinden konnte. Da man sich aber über längere Zeit auf diesen Akustik Gig vorbereitet hatte, lud man spontan einige Freunde ins Wiener Monastery ein, um der Welt dann einen Tag später (am 1.Mai) doch noch sein Können zu präsentieren. Dass nicht gerade Hundertschaften anwesend waren, erkennt man schon am Applaus, obwohl sich die Herrschaften alle Mühe gegeben haben.

Das besondere an diesem Abend war wie gesagt die rein akustische Präsentation, die den bekannten BLUTHARSCH-Stücken neue Aspekte abgewinnen konnte. So wird durch den Verzicht auf elektronische Elemente eine wärmere und folkloristischere Atmosphäre erzeugt, welche in Verbindung mit der dynamischen/ spielfreudigen Darbietung ungemein mitreißend wirkt. Auch die verstärkte Betonung der weiblichen Sangesstimme, sei es im Duett mit Albin oder ganz auf sich allein gestellt, erweitert den Klangkosmos auf angenehme Weise. Da es DER BLUTHARSCH ja nicht so mit Songtiteln hat, kann man nur einzelne Textfragmente nennen, wie etwa „Time is thee enemy“ vom aktuellen Studioalbum, „Never Surrender“, oder „Vaterland“. Die Vocals sind dabei gut verständlich ausgefallen, kleinere instrumentale Schwächen verzeiht man natürlich, sie sorgen sogar erst für Authentizität. Eine DEATH IN JUNE Coverversion rundet den Abend perfekt, der leider nach nur 33 Minuten (11 Stücken) ein Ende findet, da dem „Jörg (GRAUMAHD) die Saiten ausgehen“.

Insofern ist die Spieldauer der einzige Kritikpunkt eines ansonsten klanglich, inhaltlich und verpackungstechnisch makellosen Produkts, welches natürlich besonders die langjährigen Anhänger erfreut. Aber auch Folk Interessierte im Allgemeinen, die eher Interesse an treibenden Songs haben, sollten ein Ohr riskieren, da hier diese Momente im Vordergrund stehen.

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