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DER KLINKE - The Gathering of Hopes

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Artist DER KLINKE
Title The Gathering of Hopes
Homepage DER KLINKE
Label ECHOZONE
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Keine Sorge, die Rezensentin weiß schon, dass zur Klinke ein weiblicher Artikel gehört, aber wir haben es hier ja auch nicht mit einer Vorrichtung zum Türen öffnen zu tun. Vielmehr ist DER KLINKE eine belgische Cold-Wave-Formation aus Oostende. 2009 gegründet, servieren sie mit „The Gathering of Hopes“ ihr drittes Album und versprechen damit eine perfekte Balance zwischen den EDITORS, JOY DEVISION, GOOSE und FRONT 242. Die letztgenannte Kapelle ist zumindest schon mal eine gute Referenz dafür, dass bei unseren belgischen Nachbarn auch düstere Elektro-Klänge bestens aufbereitet werden; lassen wir uns also überraschen, wie es damit bei DER KLINKE steht.

Die Truppe lädt mit ihrem dezent unterkühlten Opener „We Are Here“ sogleich auf den Wave-Dancefloor und macht Appetit auf mehr. „The Doll“ legt nicht minder tanzbar nach, bevor eine gelungene Coverversion des JAMIE-WOOD-Hits „Night Air“ um Aufmerksamkeit bittet. Nach diesem Ausflug in etwas getragenere Gefilde nehmen „Cold Water“ und „Our Dance In Darkness“ erneut synthetisch Fahrt auf. Der Titeltrack „The Gathering of Hopes“ lässt sich derweil Zeit, um Spannung aufzubauen, bleibt insgesamt jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück. Bombast allein ist eben noch kein Garant für hörenswerte Melodien. Dunkle Monotonie steht der Band eindeutig besser, wie sie mit der Cold-Wave-Nummer „Still Falling“ unter Beweis stellt. In diesem Sinne schließt sich auch „Facts of Life“ mit hämmernden Sounds an, ehe „Follow Me“ erstaunlich poppig daherkommt. Der Gesang bleibt zwar im dunklen Timbre verhaftet, in den Tonfolgen blitzen jedoch zwischendurch immer mal wieder massenkompatible Keyboardakkorde auf; insgesamt nicht wirklich spektakulär und deshalb eher Filler als Killer. Mit dem instrumentalen „A Tale From The Crypt“ geht es zurück auf die Tanzfläche, bevor „Feeling Sad (R.I.P.)“ den düsteren Reigen mit Klavierklängen und deprimiertem Sprechgesang enden lässt, was tatsächlich maximale Traurigkeit zum Ausdruck bringt.

Nicht alles auf „The Gathering of Hopes“ zündet. Am besten ist der Fünfer zweifellos, wenn er den Szene-Tanzboden beschallt. Dumpfes Elektro-Gestampfe brauchen DER KLINKE dafür nicht, ihre „echten“ Synthesizer sorgen stattdessen für einen Brückenschlag zwischen klassischem Eighties-Cold-Wave und modernem Sound.

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