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DER KLINKE - Square Moon

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Artist DER KLINKE
Title Square Moon
Homepage DER KLINKE
Label ECHOZONE
Leserbewertung
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Nein, nein, ihr habt euch nicht verlesen, die Band heißt wirklich DER KLINKE, diese Namensvariation finde ich doch irgendwie nett, kann aber auch daran liegen, dass die Combo aus Belgien stammt, wobei „unser“ „Der/ Die/ Das“ für ausländische Freunde ehrlich gesagt keine einfache Nummer sein dürfte.

Wofür steht dieser Name denn nun eigentlich? Grob gesagt für alten Dark Wave, der in dieser Form überwiegend Ende der 80/ Anfang der 90er veröffentlicht wurde und in mir einige schöne Erinnerungen wachruft, aber leider hält dieses Debüt da nicht ganz mit. Ich muss ja zugeben, dass es damals einige Bands gab, die den Sound einer mittelmäßigen Demo-Kassette ablieferten, aber dies kann ich heutzutage nicht mehr in die Rubrik „Nostalgie“ einstufen! Die KLINKEn-Produktion ist oftmals doch eher flach und dumpf, dafür gibt sie dem Gesang so etwas mehr Spielraum. Ich habe die Sängerin Melissa Vandewalle, die in drei Songs ihr Talent beweist, schätzen gelernt, insbesondere beim passend betitelten „The Voice“. Allerdings wächst mein Frust hinsichtlich des musikalischen Outputs im Laufe der Scheibe, vieles klingt einfach zu seicht, bietet keine Konturen, mit denen die Tracks für ein echtes A-Ha-Erlebnis sorgen könnten. Obwohl es durchaus einige gute Ansätze gibt und ich eigentlich ein Freund diese Musikrichtung bin, ist das Album doch recht zäh geraten und ärgert mit oft mit seiner verpatzten Umsetzung. Es gibt wirklich vielversprechende Titel wie „Radio“, „At Night“ oder „Where it ends“, und an diesen Songs messe ich auch die künstlerischen Qualitäten, aber irgendein Ziel wird letztlich nicht erreicht und ich muss die Stirn über die vergebenen Möglichkeiten runzeln. „Clear Mind“ z.B. empfinde ich als recht ausgewogen, kann aber auch nichts mehr kaschieren, stattdessen bemerkt man schnell wieder die schlechte Integration der mittelmäßigen Basedrum, die sich durchs ganze Album zieht, hier fehlt das Urwüchsige/ Rohe wie in den guten alten Zeiten.

Eigentlich würde ich die Künstler am liebsten in den Arm nehmen und sagen: „ Das wird schon noch, ihr seid eine interessante Band und verfügt über hohes Potenzial, nur ist das Debut ein wenig in die Hose gegangen!“. Es schmerzt mich fast schon, so etwas zu schreiben, da ich im Kern die Musik in Ordnung finde, aber es liegt doch einiges im Argen, was man so nicht einfach beschönigen kann (und womit ich den interessierten Leser „täuschen“ würde). Hört es euch bitte unbedingt an, wer Dark Wave mag, sollte definitiv in die CD reinhören, sie kann mit gewissen Abstrichen trotzdem gefallen und hoffentlich erkennen viele eher den „Charakter“ der Lieder, denn es kommt ja immer auch aufs Gefühl an.

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