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DERNIÈRE VOLONTÉ - Devant le Miroir

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Artist DERNIÈRE VOLONTÉ
Title Devant le Miroir
Homepage DERNIÈRE VOLONTÉ
Label HAURUCK!/ TESCO
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.4/10 (8 Bewertungen)

Geoffroy D., seines Zeichens Kopf und Stimme der französischen Military Pop Formation „DERNIÈRE VOLONTÉ“, kehrt nach der BLUTHARSCH-Split mit einem vollständigen Werk zurück, verlegt natürlich wieder bei Albins Hau Ruck! Label. Interessant, dass seine einstigen Vorlagengeber IN THE NURSERY justament auch wieder auf der Bildfläche erscheinen, allerdings mittlerweile mit einem ganz anderen Sound. Unsere westlichen Nachbarn bleiben ihren Wurzeln treu, wenngleich sich der Pop Anteil mittlerweile in den Vordergrund geschoben hat.

Grund hierfür sicherlich die sehr anschmiegsame weiche Stimme, welche kaum Ecken und Kanten bietet, was ich durchaus nicht als Nachteil sehe. Zusammen mit der eher ungewöhnlichen Klangfarbe der Sprache in diesem Genre ergibt dies eine eigentümliche Atmosphäre, getragen von den pathetischen Military Percussion Elementen. Beste Beispiele hierfür bieten sich gleich in Form der Kompositionen 2 und 3 an, „Au travers des lauriers“ sowie „Nos chairs“ entpuppen sich als mitreißende kleine Military Mitsing Hits für die stampfende Anhängerschaft. Muss ja nicht immer so schwer und intellektuell sein, wobei die Texte natürlich wieder den Gedanken der (Soldaten-)Ehre und Männertreue huldigen, ohne dass ich mit meinen rudimentären Französischkenntnissen allzu tief ins Sujet einsteigen möchte. Nicht alles ist gelungen: „L’eau pure“ wirkt mit seinem simplen Songaufbau wie Ausschuss, während ansonsten aus der Einfachheit eher Kapital geschlagen wird. Aus der Art schlägt das superfröhlich verspielte „Douce hirondelle“: Analog, 80er-verbunden, putzig. Klingt sehr nach THE RORSCHACH GARDEN, die ja hin und wieder auch auf französisch intonieren. Direkt darauf wird es mit „Cran d’arrêt“ aber wieder genretypisch unheimlich. Beim letzten Lied stammt die Musik von Marco Wertham, bekanntermaßen Mastermind von FORESTA DI FERRO, die Angelegenheit tendiert gen Dark Ambient mit gesprochenen Passagen.

Verspielt, pathetisch, poppig, ohne je Pop zu sein. Das sind DERNIÈRE VOLONTÉ, die mich hier überwiegend überzeugen können. Was die Frage der Haltbarkeit angeht, sind vielleicht leise Zweifel angebracht, und nicht immer ist das Songwriting zwingend, dafür erhält man aber eine sehr unterhaltsame und nicht eben alltägliche Dosis in Ton gegossener Kameraderie…

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