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DESOLATION - Desoriented

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Artist DESOLATION
Title Desoriented
Homepage DESOLATION
Label REBELLION RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Die 1994 gegründete Hannoveraner Bande braucht ja immer etwas länger bis ewig, um mit einem neuen Album aus dem Kreuz zu kommen. Auch diesmal sind wieder 7 Jahre seit dem letzten Werk „Under Pitch-Black Skies“ vergangen. „Desoriented“ ist dann auch erst der dritte Longplayer der Bandgeschichte, weshalb man noch immer nicht den Bekanntheitsgrad hat, den man musikalisch längst verdient hätte. Auch der neue Dreher bietet wieder Zehnmal dramatisch-düster-bombastischen Black/ Death Metal der Güteklasse A.

Sicher denkt man gleich beim geilen Opener „Home is where the Heart is“ an frühe bis mittlere DIMMU BORGIR, allein wegen der permanent präsenten Düsterkeyboards. Jene werden aber auch nicht einfach kopiert, ich vernehme manchmal ein wenig morbide TORCHURE-Atmosphäre. Zudem geht man nicht so blastig rasend voran wie die norwegischen Genre-Vorreiter und mengt auch jede Menge klirrende Früh-90er-Norwegerkälte mit bei. Knüppeleien gehören auch mal zum Handwerk („Desoriented“), sind aber nie alleiniges Stilmittel zum Zweck und werden immer geschickt mit atmosphärischen Parts oder treibenden Passagen verbunden. CRADLE OF FILTH erscheinen auch mal im Geiste, wenn die Horroresken Keys zuschlagen – Atmosphäre erzeugt man damit in jedem Fall. Gänsehautig der Beginn von „On Bloodshed“! Abgerundet wird der abwechslungsreiche Sound durch den wieder mal grandios vielfältigen Gesang von Johannes Bergmann, der neben derbsten Growls und blackigem Kreischen auch Flüstergesang, Sprechpassagen und cleane Vocals draufhat. Nach wie vor einer der faszinierendsten Vokalakrobaten in deutschen Landen, schade dass das noch nicht eine größere Klientel entdeckt hat bisher. Mit getrageneren, orchestraleren Songs wie dem famosen „L´Auberge D´Esolation“ zollt man seinem Faible für späte EMPEROR Tribut, „The Sainthood of the Fallen“ hingegen erinnert mit seinem Simpelriff und Groove an ältere CREMATORY-Sachen, enthält allerdings noch eine Portion Black Metal. Dennoch einer der etwas schwächeren Songs. Aber man legt gleich gut nach mit dem böse gebrunzten „Ave Maria“, dem getragenen „Contagion“ und dem schnellen „Agnus Dei“. Morbide voran schreitet man im gediegenen Schluss-Track „Ich hasse ein bisschen die Welt“, der dieses erneut bärenstarke Werk passend abrundet.

Das schicke Artwork und der Topsound lassen auch keine Wünsche offen. DESOLATION sollte jeder qualitätsbewusste Death/ Black Metaller auf dem Schirm haben!

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