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DESPAIRATION - A Requiem in Winter’s Hue

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Artist DESPAIRATION
Title A Requiem in Winter’s Hue
Homepage DESPAIRATION
Label MY KINGDOM MUSIC
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DESPAIRATION blicken inzwischen auf 14 Jahre Bandgeschichte zurück, wenngleich von der Urbesetzung nur noch Gitarrist Martin F. Jungkunz übrig geblieben ist. Zur Biografie zählen außerdem vier Veröffentlichungen, zuletzt erschien vor 3.5 Jahren das ambitionierte 18-track-Konzeptalbum „Music For The Night“, welches jetzt einen Nachfolger in „A Requiem In Winter’s Hue“ gefunden hat.

Anders als beim Vorgänger setzt die deutsche Formation , die in der ganzen Republik verteilt lebt und das Album getrennt von einander mit Hilfe von Emails, verschickten CD-Rs und moderner Computertechnik kreiert hat, nicht auf einen breiten Stilmix sondern auf minimalistische Geradlinigkeit. Dabei sind durchaus verschiedene Einflüsse von Gothic, Alternative und Metal über Psychedelic und 70er-Rock bis hin zu Funk und Jazz eingeflossen. Das Thema „Abschied“ wird jedoch in erster Linie mit progressivem Rockumgesetzt, der von Gitarren- und Pianoklängen beherrscht wird. Während bei „Farewell In Blue“, „The One Who Ceased To Breathe“, „Letters From A Coffin“, Inner Peace“, „Musique De La Decadende“ oder der Neuaufnahme des bandeigenen Klassikers „The Shallow Sea“ (im Original auf dem eigenproduzierten Debüt „Winter 1945“ aus 1998 zu finden) ruhige, entspannte Klänge den Ton angeben, lässt man im psychedelischen „A Lovelorn Requiem“ (inkl. Gastbeiträgen von Janne Lounatvuori, dem Keyboarder der finnischen Psychedelic-Rocker HYDRIA SPACEFOLK), „Humanity As A Gun“ oder dem poppig-eingängigen „Kiss of Ashes“ auch harte Gitarren kurzfristig die Oberhand gewinnen. Etwas aus dem Rahmen fallen indes das jazzig inspirierte „Cathartic Revelation“ sowie das ausladende „Lucid Lullaby“, welches sich mit acht Minuten Dauer viel Zeit nimmt.

Hier und da hätten Sascha Blach (Vocals & Programming), Kollege Jungkunz (Gitarre & Bass), Christian Beyer (Piano & Keys), Jens Reinhold (Drums) und ihre beiden weiblichen Gäste Victoria Trunova und Judith Meyer (Gesang & Cello) allerdings etwas mehr Pep ins Geschehen bringen dürfen. Die elf Songs offenbaren viel Liebe zum Detail, lassen aber ein wenig den Drive vermissen, den es braucht, um zu fesseln. So kommt im Laufe der knappen Stunde mitunter Langeweile auf, die DESPAIRATION mit etwas mehr Schmackes hätten vermeiden können.

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