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D’ESPAIRS RAY - Mirror

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Artist D’ESPAIRS RAY
Title Mirror
Homepage D’ESPAIRS RAY
Label SWORD RECORDS/ GAN SHIN
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Derzeit legen einige Visual Kei-Durchstarter mit ihrer nächsten Runde nach. Da dürfen nach DIR EN GREY natürlich auch D’ESPAIRS RAY nicht fehlen, die mit „Mirror“ nun ebenfalls ihre zweite Langrille auf unsere Breitengrade abfeuert. Stilistisch hat sich dabei nicht allzu viel verändert. Dagegen hat man deutlich an Feinheiten gearbeitet. So bringt man auf dem neuen Album die Harmonie zwischen brachialen Nu Metal-Krachern, Gothic-angehauchten Melodien und poppig orientierten Refrains in eine noch stimmigere Balance als schon auf dem sehr gelungenen Vorgänger [Coll:set].

So pustet man mit dem Opener „Damned“ einem gleich mächtig die Falten aus dem S…! Wuchtige Drums, brettharte Riffs, eine packende Melodie und ein zwischen bösen Screams und melancholischen Gesängen wechselnder Hizumi lassen es so richtig krachen und zusammen mit dem packenden Refrain wird dieser Anfang ein Knaller für jeden ILL NINO oder auch SOULFLY-Fan! Beim Video-Titel „Trickster“ lässt man es erwartungsgemäß etwas leichter zugänglich rocken und macht diesen Nu Metal-Groover zu einem potenziellen Club-Hit! Und auch auf dem neuen Album ist der Hang zu Gothic/ Industrial-Rock deutlich zu erkennen. So rockt der Titelsong mit cooler Synth-Atmosphäre nach vorne und das Industrial-lastige „Sixty-Nine“ lässt durch seine pumpenden Elektro-Sounds gar Einflüsse von neueren SAMAEL durchblicken, wobei man auch hier einen groovigen Refrain nicht vergessen hat. Ideal zur Mitte des Albums bietet die düstere Walze „Screen“ eine willkommene Pause, nach der man mit „Lost Scene“ und dem MANSON-lastigen „Hollow“ gleich wieder ordentlich nach vorne geht. So abwechslungsreich geht es auch weiter. Da knallt „Closer to Ideal“ Nu-Metallisch aus den Boxen, „Squall“ brilliert durch eine gekonnte Kombi aus Frickel und Melodie und mit „Kaleidoscope“ dürfte sogar PARADISE LOST-Anhänger hellhörig werden.

Zuviel auf einmal dürfte man meinen. Doch mitnichten, so schaffen es D’ESPAIRS RAY aus allen genannten Einflüssen die passenden Elemente zu entnehmen und diese durch den asiatischen Charme zu eigenen, sehr schlüssigen Kompositionen zusammenzufügen. Das ist nicht nur wieder spielerisch on top und in einem überaus fetten Sound dargeboten, sondern zeugt vor allem von gewachsenen Musikern, die mit beeindruckend leicht scheinender Selbstverständlichkeit schlüssige und vor allem tolle Songs präsentieren, wie sie viele Bands in ihrer gesamten Laufbahn nicht hinbekommen.

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