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DEVIATED PRESENCE - Fractured Mind

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Artist DEVIATED PRESENCE
Title Fractured Mind
Homepage DEVIATED PRESENCE
Label YONAH RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Man kann den Ruhrpottlern DEVIATED PRESENCE so einiges attestieren: Zuallererst können die beiden Jungs und die junge Dame spielen… und zwar richtig gut. Desweiteren stimmt die Produktion auf den Punkt. Dazu bleibt man dem Sound des Debüts „Eerie Sphere“ mehr als nur treu. Das bedeutet allerdings auch, dass man die Musik der Bochumer in keine Metal-Schublade stecken kann und in der Folge es dem Hörer auch dieses Mal wieder verdammt schwer gemacht wird, dem Verlauf der Kompositionen zu folgen.

Denn auch auf „Fractured Mind“ (ein sehr passender Album-Titel) passiert wieder soviel auf einmal, dass man im Grunde genommen gar nicht weiß, wo man eigentlich hinhören soll. Man stelle sich vor, OPETH jammen mit VOIVOD und zusammen erklimmt man neue Frickel-Gipfel. Bei anderen Bands verliert man bei ihren überlangen Tracks die Aufmerksamkeit, weil es einfach langatmig wird. Bei DEVIATED PRESENCE, weil man die ganzen vertrackten Passagen und generell dem Geschehen kaum wirklich folgen kann. Da dröhnt zu einer Sekunde die volle Death Metal-Attacke durch die Boxen, dann frickelt sich die Axt-Sektion im Jazz-Duell mit dem Drummer einen Wolf, damit dann in der Prog-Passage der cleane, nicht ganz stimmige, Gesang das Duell mit den Growls aufnimmt. Keine Frage, die Gitarren-Abteilung hat es mächtig raus und auch der nun den Compi ablösende menschliche Drummer ist wohl einer der talentiertesten, der in der Metal-Szene aktiv sein dürfte. So klingt „Fractured Mind“ ohne Frage eine Kante erdiger und satter als noch der Vorgänger von 2005. Das eine Manko erledigt, das größere aber weiterhin vor der Brust. So will Mastermind Felix Gebhardt mit seiner Band einfach noch zuviel auf einmal. Denn auch jetzt schaffen es die Ruhrpottler nur selten, das ganze spielerische Potenzial in flüssige und schlüssige Songs umzumünzen. So braucht man spätestens nach den ersten 3 Titel (was immerhin beinahe 30 Minuten ausmacht!) eine Pause, weil man durch die oftmals kantige und abrupte Kombination der Stile völligst den Faden verliert. Da sind tolle Akustik-Stücke wie „Daydreaming“ oder das abschließende „Pointless after all“ mit ihren gelungen Arrangements und der luftigen Atmosphäre in der Mitte des Albums wirklich Gold wert. Doch gerade Luft geholt, prügeln DP mit „Departure“ dermaßen alles in Grund und Boden, dass man sich diese Direktheit (für DP-Verhältnisse) des öfteren über den Silberling verteilt wünscht.

Was die spielerische Klasse angeht, sind DEVIATED PRESENCE ohne Frage über jeden Zweifel erhaben, nur sollte man sich wirklich überlegen, die Sache etwas entspannter anzugehen, denn auch mit „Fractured Mind“ dürfte so manch ein Hörer überfordert sein.

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