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DEVILDRIVER - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DEVILDRIVER
Title s/t
Homepage DEVILDRIVER
Label ROADRUNNER RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (3 Bewertungen)

COAL CHAMBER ist tot, es lebe DEVILDRIVER! So einfach könnte man es sich machen und diese Rezension wäre schon wieder beendet. Die charismatische Frontsau Dez Fafara beendet ja bekanntlich vor kurzem das Kapitel COAL CHAMBER, weil die Mitstreiter in eine andere musikalische Richtung tendierten. So wurde nur noch eine Art Raritäten-Sammlung veröffentlicht. Dez hingegen wollte nur eins: hart rocken und so scharte er eine neue Mannschaft um sich, die ihn in diesem Ziel unterstützt. Der Legende nach lernte er Evan, einen der beiden Gitarristen kennen, als dieser ihm irgendwo in Kalifornien ein Taschentuch mit seiner Nummer unter die Nase hielt, um ihn zu einem Jam einzuladen. Eine erste Visitenkarte gab das Quintett auf dem „Freddy vs. Jason“-Sampler ab, wo man mit dem Song „Swinging the Dead“ gleich zu den Höhepunkten gehörte.

Als Einflüsse gibt man nahezu sämtliche harten Musikstile von Black bis Nu Metal an, und wenn man die heraushören möchte, dann könnte man das sicher auch. Daher wird man bald auch mit so unterschiedlichen Acts wie MORBID ANGEL und SUPERJOINT RITUAL auf Tour sein. Aber eigentlich hören sich DEVILDRIVER einfach nur wie COAL CHAMBER in den härtesten Momenten an. Bestimmend bleibt natürlich vor allem Dez’ geradezu fanatische Stimme, die sich in jeden Song bis zum jeweiligen Refrain steigert, um dann zu explodieren und sich hypnotisch zu wiederholen. Man kann gar nicht umhin, schon nach dem zweiten Durchlauf „I Could Care Less“ lauthals mitzugrölen, da herrscht ein verflixt teuflischer Groove vor. Tiefergestimmte Klampfen, abgehacktes Geriffe und vor allem keine Keyboards beherrschen den metallischen Brei. Man sei nicht auf Radio-Hits aus, aber modern und extrem aggressiv klingt es allemal. Es besteht lediglich die Gefahr, dass man sich irgendwann satt hört, weil es schon eine gewisse Monotonie (auf hohem Niveau) gibt. Da hat sich wohl einiges angesammelt, was in die verhasste Welt hinaus geschrieen werden musste. Einzelne Tracks möchte ich gar nicht hervorheben, weil eben so konstant „high“ musiziert wird.

Man könnte fast jeden Song auch in angesagten Alternative Tempeln spielen (natürlich auch in weniger angesagten) und die Jugend würde herumspringen. Für uns ältere genau das richtige, um einen stressigen Tag nach der Arbeit vergessen zu machen. Wobei die Kapelle klar vom Gesang abhängig ist, nur Dez macht die Truppe zu etwas Außergewöhnlichem, aber wie viele Formationen haben erst gar nichts Außergewöhnliches?

P.S.: Unter www.roadrunnerrecords.de findet ihr die Songs „I Could Care Less“ und „Die (and Die now)“ als free MP3!

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